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Am Schreiben gehen

Frankfurter Vorlesungen

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Paul Nizon hat, als Gastdozent für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt im Sommer 1984, seine Vorlesungen unter den Titel gestellt: »Am Schreiben gehen«. Mit dieser Formulierung bezieht er sich auf seine Art »Schreibfanatismus«, seinen »Krückstock«. »Weder Lebens- noch Schreibthema, bloß matière, die ich schreibend befestigen muß, damit etwas stehe, auf dem ich stehen kann.« Er versteht sich als einen »vorbeistationierenden Autobiographie-Fiktionär«. Das Passantische im Wort »vorbeistationieren« meint ein »vorübergehendes Ansässigsein«. Der Begriff »Autobiographie« zielt auf »das eigene Leben und dessen Ablagerungen«. Dem Autobiographischen übergeordnet ist die Fiktion; denn »wenn es gelingen soll, Stoffe in einen autonomen, einen von Anlaß und Autoren abgelösten eigenlebendigen Organismus zu verwandeln – dann wird das Finden ganz von selbst zum Erfinden und damit zur Fiktion, ja möglicherweise zur Utopie«.

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Am Schreiben gehen, Paul Nizon

Idioma
Publicado en
1985
Encuadernación
(Tapa blanda),
Estado del libro
Bueno
Precio
14,73 €

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4,0
Muy bueno
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Título
Am Schreiben gehen
Subtítulo
Frankfurter Vorlesungen
Idioma
Alemán
Autores
Paul Nizon
Editorial
Suhrkamp
Publicado en
1985
Formato
Tapa blanda
ISBN10
3518113283
ISBN13
9783518113288
Serie
Categorías
Etiquetas
Calificación
4 de 5
Descripción
Paul Nizon hat, als Gastdozent für Poetik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt im Sommer 1984, seine Vorlesungen unter den Titel gestellt: »Am Schreiben gehen«. Mit dieser Formulierung bezieht er sich auf seine Art »Schreibfanatismus«, seinen »Krückstock«. »Weder Lebens- noch Schreibthema, bloß matière, die ich schreibend befestigen muß, damit etwas stehe, auf dem ich stehen kann.« Er versteht sich als einen »vorbeistationierenden Autobiographie-Fiktionär«. Das Passantische im Wort »vorbeistationieren« meint ein »vorübergehendes Ansässigsein«. Der Begriff »Autobiographie« zielt auf »das eigene Leben und dessen Ablagerungen«. Dem Autobiographischen übergeordnet ist die Fiktion; denn »wenn es gelingen soll, Stoffe in einen autonomen, einen von Anlaß und Autoren abgelösten eigenlebendigen Organismus zu verwandeln – dann wird das Finden ganz von selbst zum Erfinden und damit zur Fiktion, ja möglicherweise zur Utopie«.