Die Gesamtdarstellung des geltenden Arbeitsrechts erscheint nunmehr bereits in der 10. Auflage. In bewährter Weise wird das geltende Arbeitsrecht in einem der Praxis dienenden System erläutert. Es wird von der Klärung prinzipieller Begriffe ausgegangen und in der Folge das Arbeitsverhältnis von der Begründung bis zur Lösung unter Einbeziehung betriebsverfassungsrechtlicher Befugnisse behandelt. Dass sich dabei die Notwendigkeit einer geschlossenen Darstellung der Organisation der Belegschaft, der betrieblichen Mitbestimmung, des Arbeitnehmerschutzes und des sozialen Konfliktes ergibt, liegt in der Natur der Sache. Da das Arbeitsrecht durch eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen recht zersplittert ist, haben sich die Autoren bemüht, jeweils den prinzipiellen Fragen Raum zu geben und jenen Details Vorrang einzuräumen, deren Kenntnis im Arbeitsleben und im Studium vordringlich ist. Mit der Aktualisierung dieses Standardwerks liegt wieder ein richtungsweisender Kommentar zum Arbeitsrecht vor. Die Änderungen der Jubiläumsausgabe betreffen vor allem die betriebliche Mitarbeitervorsorge („Abfertigung neu“), das Kindergeldgesetz und die Familienhospizkarenz.
Walter A. Schwarz Libros


Major Johann Charvát (1888-1934)
Ein Soldatenleben auf Abruf – Wehrpolitik in Österreich
Olt Charvát zeigte außergewöhnliche Tapferkeit während der Einnahme der italienischen Stellungen am Prvi-Hum. An der Spitze seiner Kompanie drang er mutig in die feindlichen Gräben ein und säuberte 14 Stellungen mit minimalen Verlusten. Seine Tapferkeit hätte eine besondere Auszeichnung verdient. Am 21. November 1917, nach der Einnahme des Mt. Fontana secca, wurde Hptm Charvát schwer verletzt, blieb jedoch bei seiner Kompanie, da es an Offizieren mangelte. Als am 22. November der Gegner überraschend einen Gegenangriff startete und in die eigenen Linien eindrang, handelte Charvát trotz seiner Verletzung und führte seine Kompanie zum Gegenstoß. Er wies den überlegenen Feind mit hohen Verlusten zurück, stellte die eigene Position wieder her und sicherte den endgültigen Besitz des strategisch wichtigen Berges. Diese beiden Belohnungsanträge illustrieren das militärische Verhalten und den Charakter eines Soldaten, für den Pflichterfüllung unter extremen Bedingungen selbstverständlich war. Johann Charvát, der zweimal mit der Goldenen Offizierstapferkeitsmedaille ausgezeichnet wurde, blieb dieser Einstellung auch als Offizier des österreichischen Bundesheeres treu. 1934 trat er gegen den Aufstand der Sozialdemokratie und einen nationalsozialistischen Putsch an, wobei er sein Leben verlor. Am 26. Juli 1934 fiel er, stets seinen Soldaten voraus, durch eine tödliche Kugel. Er gehörte einer Generation an, die in ihrer überwältigenden Meh