Ausstellungen sind sozial umkämpfte Räume. Hier wird verhandelt, wer spricht und wer gehört wird. (Un-)Bewusste Intentionen der Ausstellungsmacher_innen treffen räumlich vermittelt auf vermeintliche Deutungen der Besucher_innen. Doch was passiert in diesem Setting tatsächlich? Bislang betrachtete die Forschung kunsthistorische Inszenierungsanalysen und empirische Besucher_innenforschung vorwiegend getrennt. Die Frage nach dem Verhältnis von Menschen und Dingen im Raum wurde vergleichsweise selten gestellt. Mittels umfassender Feldforschungen sowie raum- und handlungstheoretischer Bezüge liefert Luise Reitstätter Antworten und veranschaulicht ortsspezifische Eigenlogiken des Sozialraums Ausstellung.
Luise Reitstätter Orden de los libros (cronológico)


Neue Räume für Kunst
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29 Architekturbüros aus aller Welt nahmen 2012 am Wettbewerb zum Neubau der Kunsthalle Mannheim teil. Als 'Spiegel der derzeitigen Architekturentwicklungen der Welt' bewertete der Vorsitzende des Preisgerichts die Qualität der eingereichten Entwürfe. Die Publikation präsentiert mit zahlreichen Abbildungen der originalen Pläne die vielseitigen Ideen der Architekten und liefert damit den Status quo gegenwärtiger Museumsarchitektur. Der Siegerentwurf des Hamburger Architekturbüros gmp (Gerkan, Marg und Partner) überzeugt mit einem zeichenhaften Auftritt, einem atemberaubenden Raumerlebnis sowie intelligenter Funktionsqualität. Bis 2017 wird ein 'Schatzhaus' für die Mannheimer Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst im Herzen Mannheims entstehen. Die hochkomplexe Bauaufgabe 'Museum' ist eine Königsdisziplin, die auch von museologischer Seite mit Nachdruck untersucht wird. In neun Textbeiträgen fragen Ausstellungsmacher, Museumsplaner, Kunsthistoriker und Architekturkritiker, was es heißt, neue Räume für Kunst zu denken.