Am frühen Morgen des 3. April, die Straßen waren noch feucht vom Regen, machte er sich auf den Weg zur Rechtsanwaltskanzlei. In der Manteltasche eines Verstorbenen, eines gewissen Henri Ruzicka, hatte man ein Testament gefunden, das ihn zum Alleinerben einsetzte. Den Namen Ruzicka hatte er noch nie gehört. Aber schon kurz darauf fuhr er hinaus aufs Land, um sich das Haus anzuschauen, das ihm der Fremde hinterlassen hatte. Es sah verwunschen aus, der Efeu wuchs bis übers Dach. Durch die offene Verandatür betrat er einen staubbedeckten Raum voller Bücher und mit einer beeindruckenden Schmetterlingssammlung. Wer war dieser Henri Ruzicka? Und welche Verbindung gab es zwischen ihnen? Die Spurensuche beginnt, und der Erzähler ahnt bald, dass seine vor über dreißig Jahren verschwundene Mutter die Verbindung zu Henri Ruzicka sein muss.
Sandra Doyen Orden de los libros (cronológico)


'Ich weiß fast nichts über sie. Nur ihren Namen. Elena. Ihr Gang ist mir vertraut, die Art, wie sie sich kleidet. Ich habe ihr Gesicht gesehen, das die Welt zu einem besseren Ort macht.' In einem Park sieht er die schöne junge Frau zum ersten Mal. Diese zufällige Begegnung reißt den alten Mann aus seinem einsamen Alltag. Sofort erscheint ihm Elena seltsam vertraut, seine Sehnsucht nach ihr wächst mit jedem Tag. Er möchte ihr nah sein, sie hören und fühlen. Die tief empfundene Zuneigung zu ihr lässt ihn schließlich ungeahnte Kräfte entwickeln: Er tritt eine Reise an, die ihn nicht nur zu Elena ans Meer führt, sondern in seine eigene, schmerzliche Vergangenheit, die das Geheimnis seiner Sehnsucht birgt.