Die Reihe KOALAS dokumentiert den Wandel europäischer Perspektiven auf Australien, von populären Klischees hin zu wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen. Sie wird von der Gesellschaft für Australienstudien e. V. getragen, die sich der Förderung von Australienstudien in den deutschsprachigen Ländern widmet. Der Tagungsband der 12. Konferenz der Gesellschaft im Jahr 2010 in Klagenfurt behandelt das Tagungsthema in neun unterschiedlichen Beiträgen. Diese reichen von provokanten neuen Diskursen zur australischen Kultur, wie “Australian Literary Images of Man from a ‘Species-Centred’ Perspective” und “Post-Mabo Literature: New Discourses in Australian Fiction”, bis hin zu naturwissenschaftlich-demographischen Analysen, etwa zu den Folgen eines hohen Bevölkerungswachstums in Australien. Zudem wird die Fremdwahrnehmung des Kontinents durch deutsche und österreichische Forscher des 19. Jahrhunderts thematisiert. Ein Beitrag untersucht christliche Einflüsse auf zeitgenössische indigene Kunst, ein anderer die Rolle von “talk-back radio” für die Akzeptanz der australischen Multikulturalität, während ein weiterer die visionären Gesellschaftsentwürfe der “Nervous Nineties” beleuchtet. Alle Beiträge bieten Anregungen für weiterführende Diskussionen über die Diversität dieses faszinierenden Erdteils.
Henriette von Holleuffer Libros
