Holger Fock Orden de los libros (cronológico)






Die junge Algerierin Aube hat den Bürgerkrieg der 1990er-Jahre selbst miterlebt, davon zeugt nicht zuletzt die Narbe, die ihren Hals wie ein Lächeln umspannt. Beim Überfall auf ihr Dorf hatten Islamisten versucht, ihr die Kehle genauso zu durchschneiden wie ihren Angehörigen, doch allein ihre Stimmbänder wurden erfasst. Nicht nur die fehlende Stimme bringt Aube nun zum Schweigen, sondern auch die staatlichen Gesetze, die verbieten, an den damaligen Bürgerkrieg zu erinnern. Ihr Schmerz und ihre Auflehnung dringen nicht nach außen. Einzig an das Mädchen, das in ihrem Inneren heranwächst, kann Aube ihre Worte richten. Ihm erzählt sie ihre Leidensgeschichte. Denn die geheime Schwangerschaft konfrontiert die junge Algerierin mit Fragen über die furchtbare Vergangenheit und eine düstere Zukunft: Hat sie das Recht, ihr Kind zu behalten? Kann sie Leben schenken, wenn es ihr selbst fast entrissen wurde? Aube kehrt zurück in ihr Heimatdorf, wo alles begann, und sucht Antworten bei den Toten. Mit Huris gibt Kamel Daoud algerischen Frauen das Wort und stellt sich gegen das noch immer verordnete Vergessen des Bürgerkriegs und seiner Schrecken. Eine ziselierte Erzählung mit ebenso poetischer wie politischer Kraft.
Letzte Tage in Baku
- 160 páginas
- 6 horas de lectura
Baku sehen und sterben. Im Jahr 2004 veröffentlicht Olivier Rolin einen Roman, in dem ein Schriftsteller gleichen Namens nach Baku reist. Er mietet sich im Hotel Abscheron ein, Zimmer 1123, und nimmt sich dort mit einer 9mm Makarow das Leben. Fünf Jahre später, im Frühjahr 2009, fliegt Olivier Rolin von Paris aus in die aserbaidschanische Hauptstadt, um herauszufinden, ob er tatsächlich ein Rendezvous mit dem Tod hat. Als er jedoch in Baku ankommt, erwartet ihn eine Überraschung. Das Hotel Abscheron existiert nicht mehr. Es wurde zwei Monate zuvor abgerissen … Olivier Rolin erzählt von einer Welt, die im Nirgendwo zwischen Vergangenheit und Zukunft verharrt. Auf den Ölfeldern am Kaspischen Meer ragen die rostigen Fördertürme wie Stacheln aus der Erde. Hier gibt es Friedhöfe, wo die Toten auf ihren Gräbern stehen, und Moscheen, die aussehen wie riesige Ostereier. Olivier Rolin lernt berühmte Künstler kennen und kurvenreiche Ministergattinnen. Er speist im Texas Café und wandelt auf den Spuren von Iossif Dschugaschwili, als dieser noch nicht 'Stalin' genannt wurde. Nur seinen Tod, den findet Olivier Rolin nicht.
Jozef Zemka ist skrupellos auf der Suche nach gesellschaftlichem Erfolg. Nachdem er die Tochter eines Barons schwängert und heiratet, sieht er sich am Ziel. Doch in einem aufgewühlten Polen bringt seine Frau nur Töchter zur Welt. Eine Geschichte über Verschwörungen, Bauernaufstände und die Sehnsucht nach Befreiung.
Das Tagebuch der Madame de Renal
- 55 páginas
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In einem kleinen französischen Ort stellt Monsieur de Rênal einen Hauslehrer an, was zu einer leidenschaftlichen Verbindung zwischen Julien de Sorel und Madame de Rênal führt. Ihr Tagebuch offenbart ihre Gedanken und Gefühle zu dieser unmöglichen Liebe und ehrt Stendhals "Rot und Schwarz". Annie Leclercs Werk erscheint nun erstmals auf Deutsch.
Léna und Jason lernen sich in der Pariser Metro kennen. Aus verhaltener Sympathie entsteht rasch Zuneigung, einige Wochen lang treffen sie sich jeden Tag an der Haltestelle Barbès. Für Léna sind diese Treffen Gelegenheit, ihrem bedrückenden Leben für kurze Zeit zu entkommen. Sie leidet unter ihrer despotischen, ans Bett gefesselten Mutter, für die sie aufopferungsvoll sorgt. Eines Tages jedoch kann Jason aufgrund eines Streiks in der Metro nicht wie vorhergesehen zu ihrem Treffen kommen ... Aniela, die aus Osteuropa geflüchtet ist und sich illegal in Paris aufhält, lernt schnell die Schattenseiten der Stadt kennen. Bald schon muß sie sich eingestehen, daß ihr Traum von einem besseren Leben in Paris eine Illusion war. Als sie Jason in der Metro kennenlernt, verliebt sie sich. Durch ihn schöpft sie Hoffnung in einer Welt, in der sie sich ausgegrenzt fühlt. Als sich jedoch die Wege von Aniela und Léna kreuzen, nimmt das Schicksal seinen fatalen Lauf.
Putain
- 186 páginas
- 7 horas de lectura
Une jeune prostituée exorcise son mal-être par l'intermédiaire d'une confession sur l'excès, le désespoir, la douleur de sa vie.
Fábula - 184: El testamento francés
- 296 páginas
- 11 horas de lectura
Este es el relato de un hombre, nacido en las heladas estepas siberianas y obsesionado con una fabulosa Atlántida, y de su excepcional abuela materna, Charlotte, fuente inagotable de historias que, a lo largo de su vida extraordinaria, le va contando casi desde la cuna. Hija de una familia francesa que se traslada a Rusia en 1903, poco después de la visita del zar Nicolás II a París, Charlotte, que es una mujer culta, nostálgica de la ciudad y de sus cafés iluminados, pese a la dura travesía de episodios atroces, les habla a sus nietos, hijos de la era postestalinista, de hechos extravagantes extraídos de viejos periódicos ocultos en una maleta que ha escapado por milagro a dramáticos éxodos y desgarradas vivencias. Pero también les cuenta fábulas, les lee extraños textos, les recita poemas en francés, les enseña viejas fotos que los trasladan muy lejos de su miserable realidad y que los convencen de que la Atlántida a lo mejor existe... ¡y de que bien merece ser conquistada! Y así lo hizo Makine: encontró su Atlántida no sólo en Francia, sino en su lengua, en la lengua de las historias de Charlotte.
Zwischen Fundamentalismus und Moderne
- 191 páginas
- 7 horas de lectura


