Die neu gewonnene Freiheit. Von diesem radikalen Wandel in der Musikausübung, aber auch von den Schwierigkeiten und Neuerungen der Komponisten der Bach-Generation und der beginnenden Klassik erzählt Schleunings Werk anhand zeitgenössischer Quellen und daran anknüpfender Überlegungen. Auf diese Weise entsteht eine farbige und facettenreiche Stil- und Sozialgeschichte des Übergangs von der feudalen Hofkunst zum anonymen bürgerlichen Markt.
Die neu gewonnene Freiheit. Von diesem radikalen Wandel in der Musikausübung, aber auch von den Schwierigkeiten und Neuerungen der Komponisten der Bach-Generation und der beginnenden Klassik erzählt Schleunings Werk anhand zeitgenössischer Quellen und daran anknüpfender Überlegungen. Auf diese Weise entsteht eine farbige und facettenreiche Stil- und Sozialgeschichte des Übergangs von der feudalen Hofkunst zum anonymen bürgerlichen Markt.
Fanny Hensel, geb. Mendelssohn (1805–1847) hat sich ihr – viel zu kurzes – Leben lang an ihrem jüngeren Bruder, Felix Mendelssohn-Bartholdy, orientiert und abgearbeitet. Seit 1839 war sie mit dem Maler Wilhelm Hensel verheiratet. Zunächst abhängig von ihrem Bruder, später dann unabhängig hat sie ihren eigenen Weg gefunden als glänzende Pianistin, als Organisatorin der bedeutsamen Berliner »Sonntagsmusiken«, in der Mitarbeit an der Wiederaufführung der Matthäuspassion 1829 und vor allem in der Komposition von Liedern und Klavierwerken. Diese gehen in ihrer ungewöhnlichen Ausdruckskraft und Heftigkeit über vieles hinaus, was mancher ihrer männlichen Zeitgenossen hervorgebracht hat. Für das Verständnis dieser ungewöhnlichen Musikerin ist ihre Herkunft aus der berühmten Familie Mendelssohn ebenso bestimmend wie ihr umfangreicher Briefwechsel mit dem Bruder, in dem sie sich als kenntnis- und ideenreiche, kritische, aber auch überaus witzige Person zeigt. Einen vergleichbaren Witz findet man weder in den Briefen von Beethoven, Schubert und Schumann noch in denen ihres Bruders Felix. Er ist ein markantes Zeichen ihrer – weiblichen – Identität und in verschiedenen Ausprägungen auch in vielen ihrer Kompositionen wiederzufinden.
Ebenso anschauliche wie anregende Werkportraits und eine (selbst-)kritische Forschungsgeschichte zu Johann Sebastian Bachs „Brandenburgischen Konzerten“. Die sechs „Brandenburgischen Konzerte“ Johann Sebastian Bachs zählen zu den unangefochtenen Favoriten aller Bach-Freunde und Programm-Macher, Musiker und Dirigenten und nicht zuletzt der Phonoindustrie. Sie sind zu einem Grundbestandteil musikalischer Bildung geworden, zu einem Stück internationalen musikalischen Kulturerbes. Diese „Six Concerts Avec plusieurs Instruments“ hatte Bach im Jahr 1721 dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg gewidmet, weshalb Philipp Spitta sie im ersten Band seiner großen Bach-Monografie (1873) „brandenburgische Konzerte“ taufte. Über diese Konzerte haben die Bach-Forscher in den letzten Jahrzehnten viel geschrieben, vor allem zu Entstehungszeit, -ort und -reihenfolge, und dabei fast alles, was früher galt, zunichte gemacht, um sich dann wieder teilweise dem alten Stand anzunähern. Die Ergebnisse dieser spannenden Berg- und Talfahrt stellt Peter Schleuning in geraffter und allgemein verständlicher Form dar.