Wege einer städtischen Hochschulgründung zwischen später Weimarer Republik und früher Bundesrepublik
Die Universität zu Köln, 1919 von der Stadt gegründet, hatte eine besondere Rolle im deutschen Hochschulsystem. Hans-Peter Ullmann untersucht, wie ihre städtische Herkunft die Nazifizierung beeinflusste und den Übergang zur Demokratie erschwerte. Viele Professoren und Studierende unterstützten den Nationalsozialismus und trugen zur Kollaboration bei.
Studien zur Sozial- und Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkriegs
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Von den militärischen Ereignissen, der Diplomatie- und Politikgeschichte zur Innenansicht und konkreten Wirklichkeit eines Krieges: so lässt sich das Programm eines Forschungsprojektes beschreiben, das die Universität Freiburg und Tübingen gemeinsam mit der Bibliothek für Zeitgeschichte in Stuttgart entwickelt haben. Die hier vorgestellten Ergebnisse richten den Blick auf die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Aspekte der Kriegsjahre 1914-1918, aber auch auf die Auswirkungen der Kriegserfahrungen in Deutschland, England und Frankreich. Neues über das Verhältnis der Kriegsfront zur sogenannten Heimatfront, die Besonderheiten der Kriegswirtschaft sowie die Wahrnehmung der eigenen Nation im Gegensatz zur Welt der Feinde wird zur Diskussion gestellt. Die Kriegsrealität eines Ortes, einzelner Berufs- und Sozialgruppen oder die jeweils schichtspezifischen Kriegserlebnisse dienen dazu, strukturell Wichtiges sichtbar zu machen. Die Wirkungsgeschichte des Ersten Weltkriegs zeigt in großer Deutlichkeit und Schärfe, in welchem Ausmaß Kriegserfahrungen und deren politische Instrumentalisierung die Einstellung der deutschen Bevölkerung zur Weimarer Republik, aber auch die zum Nationalsozialismus, beeinflussten und prägten.
Das Deutsche Reich von 1871 wurzelte noch tief in der Welt des 19. Jahrhunderts und öffnete sich zugleich der heraufziehenden Moderne. Es stand zwischen Altem und Neuem, war ein Gebilde »zwischen den Zeiten«. Davon handelt das Buch. Es nimmt einmal in den Blick, wie sich das Kaiserreich über die fast fünfzig Jahre seiner Existenz verändert hat. Das Buch beschreibt zum anderen den Weg Deutschlands in die Moderne mit allen seinen Verzögerungen und Widersprüchen. Schließlich fragt das Buch nach der Wandlungsfähigkeit des monarchischen Obrigkeitsstaates, darüber hinaus aber, allgemeiner, nach den Chancen von Politik in Zeiten rascher Veränderung.