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Erprobung des Wirklichen

Eine Untersuchung zum philosophischen und kulturellen Erfahrungsbegriff

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  • 220 páginas
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Philosophisches Denken war seit seinen Anfängen stets Erfahrungsanalyse, die mit Kant ins Zentrum der Erkenntnistheorie rückte. Aber es stellt sich die Frage, ob in Bezug auf kulturelle Lebensbereiche wie Kunst, Religion und Ethik sowie auch hinsichtlich äußersten existentiellen Erlebens wie Leid, Trauma und Verzweiflung nicht angemessener von Selbsterprobungen des originären Lebens gesprochen werden muss. Denn es gilt sowohl einer Abgründigkeit der Existenz als Exzess wie einer Steigerung des Lebens gerecht zu werden, welche jede Anschaulichkeit überschreiten, um die Erprobung eines „Unmöglichen“ zu beinhalten, das keinem Begriff oder Diskurs mehr zugänglich ist. Mit anderen Worten handelt es sich in solcher Erprobung um jene rein phänomenologische Materialität, welche als die originäre Verknüpfung von Leib/Leben bezeichnet werden kann, der wir als pathischer Grundgegebenheit in der reinen Lebensempfängnis diesseits von Zeit- wie Sinnvermittlung ohne jede Distanz überantwortet sind. Damit erweist sich die originäre Passibilität solch inkarnatorischer Materialität als die konkret transzendentale Bedingung jeglicher Weise von Kulturalität, welche in solch subjektiver wie ko-pathischer Praxis in allen Vollzügen unseres Tuns als unhintergehbares Sich-Erproben am Werk ist.

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Erprobung des Wirklichen, Rolf Kuhn

Idioma
Publicado en
2026
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(Tapa blanda)
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Título
Erprobung des Wirklichen
Subtítulo
Eine Untersuchung zum philosophischen und kulturellen Erfahrungsbegriff
Idioma
Alemán
Autores
Rolf Kuhn
Publicado en
2026
Formato
Tapa blanda
Páginas
220
ISBN13
9783943897975
Serie
Descripción
Philosophisches Denken war seit seinen Anfängen stets Erfahrungsanalyse, die mit Kant ins Zentrum der Erkenntnistheorie rückte. Aber es stellt sich die Frage, ob in Bezug auf kulturelle Lebensbereiche wie Kunst, Religion und Ethik sowie auch hinsichtlich äußersten existentiellen Erlebens wie Leid, Trauma und Verzweiflung nicht angemessener von Selbsterprobungen des originären Lebens gesprochen werden muss. Denn es gilt sowohl einer Abgründigkeit der Existenz als Exzess wie einer Steigerung des Lebens gerecht zu werden, welche jede Anschaulichkeit überschreiten, um die Erprobung eines „Unmöglichen“ zu beinhalten, das keinem Begriff oder Diskurs mehr zugänglich ist. Mit anderen Worten handelt es sich in solcher Erprobung um jene rein phänomenologische Materialität, welche als die originäre Verknüpfung von Leib/Leben bezeichnet werden kann, der wir als pathischer Grundgegebenheit in der reinen Lebensempfängnis diesseits von Zeit- wie Sinnvermittlung ohne jede Distanz überantwortet sind. Damit erweist sich die originäre Passibilität solch inkarnatorischer Materialität als die konkret transzendentale Bedingung jeglicher Weise von Kulturalität, welche in solch subjektiver wie ko-pathischer Praxis in allen Vollzügen unseres Tuns als unhintergehbares Sich-Erproben am Werk ist.