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Mit »Ad’Age«, der Kurzform von »Advertising Age«, wird das aktuelle Zeitalter nach der Werbung als prägendem Charakteristikum benannt. Diese provokante Würdigung der Ära als »Himmel auf Erden« fungiert als unkonventionelle »Theodizee«. Traditionell versteht man darunter eine philosophische Rechtfertigung des Gottes der Religion für die Tolerierung der unvollkommenen, mangelhaften und ungerechten irdischen Realität. Während Leibniz 1710 argumentierte, dass Gott die »beste aller möglichen Welten« geschaffen hat, rechtfertigt Cöster in seiner »Theodizee der Werbung« einen weltlichen Gott: die Marke. Diese wird als nahezu omnipotenter Schöpfer und Lenker angesehen, der die idealisierte kapitalistische Welt täglich neu erschafft – anscheinend als die »beste aller möglichen Welten« nach dem Scheitern des Sozialismus. Die Werber, als »geheime Verführer« bezeichnet, agieren als pseudoreligiöse Verkünder von Utopien einer besseren Welt und Wegweiser zu deren Verwirklichung. Cösters These und deren Beweisführung sind pointiert, provozierend und geistreich – Essayistik at its best.
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Ad'Age - der Himmel auf Erden, Oskar Cöster
- Idioma
- Publicado en
- 1990
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