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„Ein Buch über das Reisen und Essen hat Wiglaf Droste geschrieben, kongenial illustriert von Nikolas Heidelbach. Für Droste lebt der Reisende wie der „Nomade im Speck". Ab und an wird er von miesepetrigen Daheimgebliebenen belästigt, von Menschen, „die ihr Leben aus Trägheit in Sesshaft verbringen, viel lieber anderswo wären, sich aber nicht aufraffen können". Diese Sesshäftlinge fragen den Nomaden gerne: „Wovor läufst du eigentlich weg?" Dieser antwortet ebenso gerne: „Vor Besorgtheitsheuchlern wie dir" - und ist auch schon wieder weg. Als Leser begleitet man Droste zum Beispiel nach Lüttich, „auch Palermo ohne Palmen genannt", aber im Grunde begleitet man Droste in die Welt seiner Wortspielereien und Lästereien. Als eine aus dem Osten eingewanderte Miniermotte die Bestände an Rosskastanien bedrohte, stellt er etwa folgende Gleichnisse auf: „Die Minier- oder Minimiermotte ist für die Kastanie das, was der rumänische Exportschlagersänger Peter Maffay für das menschliche Trommelfell und seine Kollegin Herta Müller für die Literatur ist: ein langsamer, zäher Tod". Manchmal wird es auch richtig gefährlich. Einmal muss er mit einem VW-Käfer vor mexikanischen Mordbuben fliehen, ein andermal erweist sich Italien als „schön und gefährlich", insbesondere Kinderfüße sind von den italienischen Seeigeln bedroht. Er beschreibt auch die Schrecknisse des Massenindividualismus, der Fanmeilisierung der Menschheit und warnt: „Das dicke Vermassungsgrauen steht der Welt erst noch bevor". Oft geht es auch auf Kopfreisen, in fiktive Länder wie Nasien, wo der Geruchssinn über Leben und Tod entscheidet. Die besten Reisen sind ja schließlich die, bei denen man zu Beginn nicht weiß, wo sie enden - und genau so verhält es sich mit Drostes Texten" (blog.goethe.de/rosinenpicker)
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Nomade im Speck, Wiglaf Droste
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- 2016
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