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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte Japan, einst terra incognita, einen Anstieg an Popularität als Reiseziel, was sich in einem umfangreichen Schrifttum von Berufs- und Vergnügungsreisenden widerspiegelt. Diese heute oft vergessene Literatur bietet Einblicke in die Diskrepanz zwischen europäischem Wunschbild und fernöstlicher Realität sowie in die Wurzeln gegenwärtiger westlicher Japan-Stereotype. Der erste Teil des Buches präsentiert eine chronologische Darstellung der Japanliteratur und beschreibt die Reiseumstände. Im zweiten Teil erfolgt eine imagologische Analyse der Reiseberichte: Welches Bild vermittelten die Autoren ihren Lesern, und welche Topoi nutzten sie zur Repräsentation der Fremde? Japan wird im Vergleich zu China, Europa und der Antike betrachtet, während Aspekte wie Nationalcharakter, Kleidung, Geisha- und Teehauskultur sowie Gesellschaft, Politik und Religion beleuchtet werden. Im Mittelpunkt steht der Begriff des Idyllischen, der entscheidend zur Konstruktion Japans als exotisches Märchenland beitrug. Zudem wird der Wandel Japans und das sich verändernde westliche Japanbild über ein halbes Jahrhundert hinweg untersucht, wobei drei Entwicklungslinien erkennbar sind: der Wandel vom gelehrigen Schützling des Westens zum politischen Newcomer, der Übergang vom arkadisch-idyllischen Naturparadies zu einem Land voller Kontraste sowie der Wandel des europäischen Blicks vom kriegerischen Samurai zur li
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Fakt und Fantasie, Claudia Schmidhofer
- Idioma
- Publicado en
- 2010
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