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Die mittelalterliche Farbwelt war dynamisch und nicht symbolisch vorbestimmt, was besonders am Beispiel von Blau deutlich wird. Im Frühmittelalter war Blau eine seltene Wahl für Kleidungsstoffe, doch im 12. und 13. Jahrhundert stieg die Verwendung dieser Farbe dramatisch an, wodurch sie zur beliebtesten in Europa wurde. Um die ökonomischen Veränderungen zu verstehen, die mit dieser Entwicklung einhergingen, betrachtet der Autor die Konsumenten des blauen Tuchs, da Kleidung die fundamentalen Daten für eine Geschichte der Farbe liefert. Die spätmittelalterlichen Verbraucher lebten in ländlichen Gebieten, Städten und am Hof, und ihre Wünsche nach farbiger Kleidung konnten nur erfüllt werden, wenn natürliche Farbstoffe verfügbar waren. Daher analysiert der Autor die Produktion und Distribution des bedeutendsten Blaufarbstoffs, der aus der Waidpflanze gewonnen wurde. Das thüringische Produktionszentrum lieferte ein mitteldeutsches Produkt für einen europäischen Markt, und Käufer der Handelsmarke Thüringer Waid sind von Lübeck bis Nördlingen und von Antwerpen bis Breslau nachweisbar. Diese umfassende Untersuchung über die Farbe Blau im Mittelalter ist ein grundlegender Beitrag zur Historischen Kulturwissenschaft und integriert Aspekte der Kunst-, Literatur-, Politik-, Religions-, Sozial-, Geschlechter-, Alltags- und Wirtschaftsgeschichte. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich über etwa 1320 bis 1520 und wird durch zahlreiche Tabe
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Blau, Stephan Selzer
- Idioma
- Publicado en
- 2010
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