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dann lange zu sich sprechen, Nacht

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Nachts, umstellt von nichts als sich selbst und den Gedanken im Kopf, die sich strecken und drehen wie die Kinder im Bett, fasst das Ich in Silke Scheffels poetischem Essay den Entschluss, nicht mehr zu schlafen – nicht aus Trotz oder Resignation, sondern um das Zweifeln zuzulassen, um ihm Raum zu geben, um im Zwiegespräch mit sich und der Welt den Rissen und Narben im eigenen Körper und in der Gesellschaft nachzuspüren. Fester Grund und eindeutige Antworten sind in der Dunkelheit, wo nicht ständig etwas drängt und überfordert, Aufmerksamkeit einfordert, zwar nicht zu finden. Dafür aber vielleicht »ein Rand, eine hoffnungsvolle Einfassung, die vor völliger Auflösung schützt«. dann lange zu sich sprechen, Nacht ist eine vielstimmige Betrachtung von Schmerz und Scham, Angst und Überforderung, eine Klage und Anklage, eine zärtliche Erlaubnis zur eigenen Schwäche und Brüchigkeit, vielleicht sogar eine erste hoffnungsvolle Bewegung aus einem lähmenden Stillstand heraus, den wir Gegenwart nennen.

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dann lange zu sich sprechen, Nacht, Silke Scheffel

Idioma
Publicado en
2026
Encuadernación
(Tapa blanda)
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Título
dann lange zu sich sprechen, Nacht
Idioma
Alemán
Editorial
Rohstoff
Publicado en
2026
Formato
Tapa blanda
Páginas
48
ISBN13
9783751870320
Serie
Descripción
Nachts, umstellt von nichts als sich selbst und den Gedanken im Kopf, die sich strecken und drehen wie die Kinder im Bett, fasst das Ich in Silke Scheffels poetischem Essay den Entschluss, nicht mehr zu schlafen – nicht aus Trotz oder Resignation, sondern um das Zweifeln zuzulassen, um ihm Raum zu geben, um im Zwiegespräch mit sich und der Welt den Rissen und Narben im eigenen Körper und in der Gesellschaft nachzuspüren. Fester Grund und eindeutige Antworten sind in der Dunkelheit, wo nicht ständig etwas drängt und überfordert, Aufmerksamkeit einfordert, zwar nicht zu finden. Dafür aber vielleicht »ein Rand, eine hoffnungsvolle Einfassung, die vor völliger Auflösung schützt«. dann lange zu sich sprechen, Nacht ist eine vielstimmige Betrachtung von Schmerz und Scham, Angst und Überforderung, eine Klage und Anklage, eine zärtliche Erlaubnis zur eigenen Schwäche und Brüchigkeit, vielleicht sogar eine erste hoffnungsvolle Bewegung aus einem lähmenden Stillstand heraus, den wir Gegenwart nennen.