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«Ich weine jetzt nicht mehr!»

Verschickte Kinder und die internationale Hilfe für Wien nach dem Zweiten Weltkrieg

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«Ich weine jetzt nicht mehr!», schreibt die siebenjährige Wienerin Magda Engelmayr 1951 aus dem belgischen Antwerpen an ihre Mutter zu Hause. Sie ist eines von geschätzt 100.000 Kindern, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Erholung in zahlreiche Länder Europas geschickt wurden. In Dänemark, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Portugal oder Spanien verbrachten sie Monate, Jahre – manche blieben sogar ihr ganzes Leben. Die Aufnahme der schwer unterernährten Kinder in tausenden Familien in halb Europa war Teil der zeitgenössisch als «gigantisch» beschriebenen internationalen Hilfe für Wien. Im Mittelpunkt des vorliegenden Bandes stehen die ehemals «verschickten» Kinder mit ihren Erinnerungen, die anders als im öffentlichen Gedächtnis bis heute im Privaten intensiv gepflegt werden. Davon zeugen sorgsam aufbewahrte Fotos, Zeichnungen, Briefe oder Tagebücher. Sie berichten von Heimweh und Fremdheitserfahrungen, von Sprach-, Religions- und Kulturwechsel, aber auch von neuer Geborgenheit, langjährigen Bindungen und engen Freundschaften. Sie stellen traditionelle Konzepte von Familie, Herkunft und Zugehörigkeit in Frage und bieten Narrative, die direkt an der Komplexität einer diversen gegenwärtigen Stadtgesellschaft anknüpfen.

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«Ich weine jetzt nicht mehr!», Bernhard Hachleitner

Idioma
Publicado en
2026
Encuadernación
(Tapa dura)
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Título
«Ich weine jetzt nicht mehr!»
Subtítulo
Verschickte Kinder und die internationale Hilfe für Wien nach dem Zweiten Weltkrieg
Idioma
Alemán
Editorial
bahoe books
Publicado en
2026
Formato
Tapa dura
Páginas
250
ISBN13
9783903478794
Serie
Descripción
«Ich weine jetzt nicht mehr!», schreibt die siebenjährige Wienerin Magda Engelmayr 1951 aus dem belgischen Antwerpen an ihre Mutter zu Hause. Sie ist eines von geschätzt 100.000 Kindern, die nach dem Zweiten Weltkrieg zur Erholung in zahlreiche Länder Europas geschickt wurden. In Dänemark, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Portugal oder Spanien verbrachten sie Monate, Jahre – manche blieben sogar ihr ganzes Leben. Die Aufnahme der schwer unterernährten Kinder in tausenden Familien in halb Europa war Teil der zeitgenössisch als «gigantisch» beschriebenen internationalen Hilfe für Wien. Im Mittelpunkt des vorliegenden Bandes stehen die ehemals «verschickten» Kinder mit ihren Erinnerungen, die anders als im öffentlichen Gedächtnis bis heute im Privaten intensiv gepflegt werden. Davon zeugen sorgsam aufbewahrte Fotos, Zeichnungen, Briefe oder Tagebücher. Sie berichten von Heimweh und Fremdheitserfahrungen, von Sprach-, Religions- und Kulturwechsel, aber auch von neuer Geborgenheit, langjährigen Bindungen und engen Freundschaften. Sie stellen traditionelle Konzepte von Familie, Herkunft und Zugehörigkeit in Frage und bieten Narrative, die direkt an der Komplexität einer diversen gegenwärtigen Stadtgesellschaft anknüpfen.