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Soziologie der Kindheit

Verletzlicher Eigen-Sinn

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1 Einleitung 1 Einleitung Die „globalisierte“, „pluralisierte“ oder vielfältig „fragmentierte“ Lebenswelt von Kindern einer „veränderten Kindheit“ wirft oft spontan die Frage auf, ob „Optimismus“ oder „P- simismus“ von Kindern und Erwachsenen im Blick auf die Zukunft nur Ausfluss einer schicksalhaft verstandenen Persönlichkeitsstruktur oder eines persönlichen Temperaments sind. Da Motivationen jedoch nicht einfach gegeben sind und sich auch wieder absch- chen können, gelernt werden müssen, immer auch sozial kontrolliert und in Interaktionen verglichen und abgestimmt werden, spricht wenig für eine so simple aber weit verbreitete Sicht. Wenn sich die Alten ihre Köpfe über die Zukunft der Jungen zerbrechen, so wird das von manchen Jungen und außenstehenden Beobachtern als Indiz dafür interpretiert, dass sie dies nur aus Angst davor täten, ihren Einfluss und ihre Macht das eigene alte Weltbild und die herkömmlichen Werte zu verlieren. Wenn andererseits Kinder sich ausschließlich am Hier und Jetzt zu orientieren scheinen, so tun sie dies wohl selten ohne „schrägen“ und halbverdeckten Blick auf die Worte und Taten der Erwachsenen und im sozialen Vergleich.

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Soziologie der Kindheit, Herbert Schweizer

Idioma
Publicado en
2007
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(Tapa blanda),
Estado del libro
Bueno
Precio
45,99 €

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Título
Soziologie der Kindheit
Subtítulo
Verletzlicher Eigen-Sinn
Idioma
Alemán
Publicado en
2007
Formato
Tapa blanda
Páginas
606
ISBN10
3531142224
ISBN13
9783531142227
Serie
Descripción
1 Einleitung 1 Einleitung Die „globalisierte“, „pluralisierte“ oder vielfältig „fragmentierte“ Lebenswelt von Kindern einer „veränderten Kindheit“ wirft oft spontan die Frage auf, ob „Optimismus“ oder „P- simismus“ von Kindern und Erwachsenen im Blick auf die Zukunft nur Ausfluss einer schicksalhaft verstandenen Persönlichkeitsstruktur oder eines persönlichen Temperaments sind. Da Motivationen jedoch nicht einfach gegeben sind und sich auch wieder absch- chen können, gelernt werden müssen, immer auch sozial kontrolliert und in Interaktionen verglichen und abgestimmt werden, spricht wenig für eine so simple aber weit verbreitete Sicht. Wenn sich die Alten ihre Köpfe über die Zukunft der Jungen zerbrechen, so wird das von manchen Jungen und außenstehenden Beobachtern als Indiz dafür interpretiert, dass sie dies nur aus Angst davor täten, ihren Einfluss und ihre Macht das eigene alte Weltbild und die herkömmlichen Werte zu verlieren. Wenn andererseits Kinder sich ausschließlich am Hier und Jetzt zu orientieren scheinen, so tun sie dies wohl selten ohne „schrägen“ und halbverdeckten Blick auf die Worte und Taten der Erwachsenen und im sozialen Vergleich.