Angriffe auf den Denkraum
Konsequenzen für die klinische Praxis, Kultur und Gesellschaft. Eine Publikation der DGPT
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Wo Denkverbote, Tabuisierungen oder Kriegsbedingungen herrschen, sind Angriffe auf den Denkraum real und drohen die Zersetzung des Denkens selbst. Die Beiträger*innen untersuchen diese Angriffe in Klinik und Gesellschaft, um neue Ansätze im Umgang mit Bedrohungen zu finden. Ausgangspunkt sind Wilfred R. Bions Erfahrungen im Ersten Weltkrieg, die schwierige Behandlungssituationen beleuchten, in denen Patient*innen alle Verbindungen zu Psychoanalytiker*innen angreifen. Diese Angriffe prägen auch die Gesellschaft: Fake News und sich voneinander entfernende soziale Lebenswelten gefährden Konsens und grundlegende Prinzipien des Miteinanders. Die Autor*innen analysieren verschiedene Facetten dieser Angriffe, um Denkräume neu zu gestalten. Themen umfassen unter anderem die iranische Diktatur, religiöse Rigidität, den Zusammenhang von Wissen und Glauben in der Psychoanalyse sowie identitäre Sackgassen des Denkens. Weitere Beiträge thematisieren Grenzverletzungen in der Psychoanalyse, Erfahrungen mit afghanischen Patientinnen und die Herausforderungen in der Eltern-Säugling-Kleinkind-Psychotherapie. Das Werk bietet einen interdisziplinären Blick auf die Zerstörung von Denkräumen und deren gesellschaftliche sowie individuelle Bedingungen, und beleuchtet, wie wir unser Denken unter Bedrohung aufrechterhalten können.




