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Andreas Schwarting

    Das Verschwinden der Revolution in der Renovierung
    Die Siedlung Dessau-Törten 1926 bis 1931
    • Die Siedlung Dessau-Törten 1926 bis 1931

      • 141 páginas
      • 5 horas de lectura

      Die Siedlung Dessau-Törten war zwischen 1926 und 1928 ein Versuchslabor für den industrialisierten Wohnungsbau. Das Bauhaus war mit der Frage konfrontiert, erschwinglichen Wohnraum für viele zu schaffen und kam zu ganz unterschiedlichen Antworten. Walter Gropius folgte der Gartenstadtidee und baute experimentelle Reihenhäuser in industrieller Vorfertigung, Hannes Meyer und Richard Paulick errichteten moderne Hochbauten mit städtischem Flair, Carl Fieger, Georg Muche und wiederum Paulick lieferten individuelle Solitäre. Die Siedlung mag manche Erwartungen auf originale Bauhausbauten auf den ersten Blick enttäuschen, aber sie erzählt mehr über das moderne Wohnen als andere Siedlungen der klassischen Moderne.

      Die Siedlung Dessau-Törten 1926 bis 1931
    • Das Verschwinden der Revolution in der Renovierung

      Die Geschichte der Gropius-Siedlung Dessau-Törten

      • 160 páginas
      • 6 horas de lectura

      Die Siedlung Torten, durch Walter Gropius im Auftrag der Stadt Dessau 1926-28 errichtet, sollte Angehorigen der unteren Mittelschicht den Erwerb von Grund und Hauseigentum ermoglichen. Es entstanden 314 Hauser, die von ihren Besitzern schon bald nach dem Einzug ausgebaut und umgestaltet wurden. In der Aufbruchsstimmung des Dessauer Bauhauses wurde in Torten versucht, die Prinzipien des Neuen Bauens zu industrialisieren und auf den preiswerten Massenwohnungsbau anzuwenden, was einer bautechnischen und wohnasthetischen Revolution gleichkam. Nach drei Staatssystemwechseln, diversen Baumoden und nicht zuletzt dem Aufkommen von Baumarkten ist von Gropius' asthetischem Minimalismus und der ursprunglichen Einheitlichkeit jedoch nicht viel ubrig geblieben. Die Veranderungen der Hauser und Strassenzuge sind so weitreichend, dass ihre ursprungliche Gestalt, der in sie eingewobene Zeitgeist und die mit ihr verknupften Orientierungen nur noch zu erahnen sind. War fur Gropius eine industrielle Erscheinung von Wohnbauten zeitgemass und erstrebenswert, haben sich spatere offentliche Massgaben und private Wohnvorstellungen nachhaltig davon abgewandt. Das Buch nahert sich diesen baulichen Uberformungen der Siedlung, indem es sie als authentische Lebensausserungen thematisiert. Es beschreibt deren uber 80-jahrige Geschichte und zeigt sie in ihren individuellen Eigenarten, ohne den architekturhistorischen Hintergrund dieser prominenten Siedlung der Weimarer Republik aus den Augen zu verlieren. Mit Beitragen von Regine Eichhorn, Reinhard Matz, Andreas Schwarting, Ruggero Tropeano sowie mit Fotografien von Joachim Brohm, Reinhard Matz, Eckhard Neumann u.a.

      Das Verschwinden der Revolution in der Renovierung