Die NS-Zeit beeinflusst bis heute das gesellschaftliche Selbstverständnis Deutschlands. Der Band bietet eine umfassende Darstellung des Aufstiegs der NSDAP bis zum Kriegsbeginn und vermittelt durch die Analyse von Originalquellen Grundlagen historischen Arbeitens. Ein kompakter Überblick mit inhaltlicher und methodischer Einführung.
Hannah Ahlheim Orden de los libros (cronológico)




Abgrenzen, Entgrenzen, Begrenzen
Zur Geschichte des Liminalen in der Moderne
Antisemitismus zum Weihnachtsfest
Boykotte gegen jüdische Geschäfte 1928-1934
- 52 páginas
- 2 horas de lectura
In ihrer kleinen Studie zum Antisemitismus zeigt die Historikerin Hannah Ahlheim, wie schon gegen Ende der 1920er Jahre „jüdische“ Geschäfte Ziel spektakulär inszenierter Boykottmaßnahmen wurden. Die aggressiven Straßenaktionen gingen von örtlich agierenden Gruppen aus, meist ohne Mitwirkung zentraler Parteiinstanzen. Für den Zuschauer und Kaufenden war es nicht nötig, sichtbar aktiv zu werden, schon bloßes Unterlassen ermöglichte es ihm, sich als Teil der „Volksgemeinschaft“ zu fühlen. Vor allem die „Hochzeit des Konsums“ vor Weihnachten war geeignet, die Begriffe „deutsch“, „christlich“ und „jüdisch“ gegeneinander auszuspielen und antisemitische Vorurteile und rassistische Kategorien im Alltag zu verankern.
Der Traum vom Schlaf im 20. Jahrhundert
Wissen, Optimierungsphantasien und Widerständigkeit
- 780 páginas
- 28 horas de lectura
Der Schlaf: seit Jahrtausenden Gegenstand von Mythen, Erzählungen und Bildern. Der Mensch verschläft ein gutes Drittel seines Lebens. Die Zeit, die wir im Schlaf verbringen, ist eine unbewusste, unproduktive und untätige, aber auch eine lebensnotwendige und herbeigesehnte Zeit. Wie geht nun eine Gesellschaft, in der wissenschaftliches Verstehen, Rationalität und Effizienz eine zentrale Rolle spielen, mit einem so widerspenstigen Phänomen wie dem Schlaf um? Hannah Ahlheims Studie über die Entwicklung des »Schlafwissens« in Deutschland und den USA seit dem späten 19. Jahrhundert verbindet konsequent die Geschichte einer Wissenschaft mit der Geschichte der modernen Gesellschaft. Sie zeigt, dass nicht nur das Bild vom schlafenden Körper, der träumenden Seele bzw. dem träumenden Gehirn ein anderes geworden ist. Die Arbeit mit dauerwachen Maschinen, aufgeweichte Grenzen zwischen Tag und Nacht, Fortschritte der Wissenschaft, die Entwicklung von synthetischen Schlafmitteln und die Erfahrungen des Krieges stellten neue Anforderungen an die alltägliche Organisation des Schlafens und beförderten die Angst vor dem Verlust des Schlafs.