Bookbot

Edda Engelke

    B-Gendarmerie, Waffenlager und Nachrichtendienste
    Späte Spurensuche in Frohnleiten. Vom Kurort in der NS-Zeit
    Niederösterreicher in sowjetischer Kriegsgefangenschaft während und nach dem Zweiten Weltkrieg
    Das Amtsgebäude Roßau - ein Haus mit Geschichte
    • Auf späte Spurensuche hat sich eine Gruppe von Frohnleitner Historikerinnen begeben, gerade noch rechtzeitig, bevor die letzten Stimmen der Zeitzeugen verstummt sind, welche die Zeit der großen Umbrüche des 20. Jahrhunderts miterlebt haben. Frohnleiten (und seine unmittelbare Umgebung) war • Schauplatz der Februarkämpfe und von Ausschreitungen im Juliputsch 1934 … • Bühne für die Politik des Ständestaates … • Ort der Verfolgung und Vertreibung jüdischer Familien und der Arisierung ihres Besitzes … • Ort intensiver NS-Aktivitäten, aber auch des Widerstandes gegen das NS-Regime … • Ort eines NS-Lagers, in dem Umsiedler auf ihre „neue Heimat“ warteten und geraubte slowenische Kinder „germanisiert“ werden sollten … • aber auch ein Kurort … Vorgeschichte und Folgewirkungen der Ereignisse reichen weit über die Gemeindegrenzen hinaus und sind sicher auch für Leser außerhalb von Frohnleiten von großem Interesse. Den Autorinnen und Autoren dieses Buches ist ein Gedenken an jene Menschen ein Anliegen, die Opfer der autoritären Herrschaftssysteme und deren Politik wurden. Die Schicksale dieser Menschen zeigen, dass es gilt, wachsam zu bleiben angesichts neuer Formen autokratischer Systeme.

      Späte Spurensuche in Frohnleiten. Vom Kurort in der NS-Zeit
    • 1948/49 begannen die westlichen Alliierten, im Rahmen der Gendarmerie – zuerst unter dem Titel von Alarmformationen, dann als „Hilfskörper II“ – den Grundstock für ein künftiges Bundesheer zu etablieren. Der 1. August 1952 gilt dann als Gründungstag der „B-Gendarmerie“, von der wir allerdings nicht einmal wissen, wofür das „B“ konkret steht. War es die B(ereitschafts)-, die B(ewaffnete), die B(esondere) oder einfach die B-Gendarmerie im Gegensatz zur A(llgemeinen) Gendarmerie? Die Beiträge dieses Bandes beleuchten Entstehungsgeschichte und Hintergrund dieser geheimnisvollen Truppe. Geheimnisvoll nicht zuletzt deswegen, weil vieles wegen der damaligen besonderen Verhältnisse im Geheimen und getarnt ablief. So firmierten die Bataillone als „Gendarmerieschulen“. Weitere Beiträge beleuchten die Tätigkeit der Nachrichtendienste in Österreich sowie die Waffenlager, die vor 1955 in den westlichen Zonen angelegt wurden und deren Bergung 1996 große mediale Aufmerksamkeit nach sich zog. Erstmals werden genaue Informationen über Anlage, Hintergründe und Zweck dieser Lager veröffentlicht.

      B-Gendarmerie, Waffenlager und Nachrichtendienste