Dieses Lehrbuch bietet eine kompakte Einführung in die Metaphysik, die fundamentale Strukturen der Wirklichkeit untersucht. Es behandelt Fragen zur Realität jenseits von Raum und Zeit, der Einheit von Einzeldingen und der Rolle des Menschen, einschließlich Themen wie Freiheit und Notwendigkeit, basierend auf analytischer Philosophie.
Matthias Rugel Libros




Materie - Kausalität - Erleben
Analytische Metaphysik des Panpsychismus
- 375 páginas
- 14 horas de lectura
Die Geist-Gehirn-Debatte in der analytischen Philosophie konzentriert sich am Beginn des 21. Jahrhunderts auf die Einordnung des phänomenalen Erlebens. Der Physikalist versteht das Erleben funktional, der Dualist als etwas, das außerhalb des Bereichs der Physik steht. Der Panpsychist besetzt die Mitte zwischen diesen Extrempositionen. Er setzt Erleben weder mit Gehirnfunktionen gleich, noch setzt er es ihnen als etwas Eigenständiges gegenüber. Erleben kommt bereits der untersten Ebene der Natur zu. Nur weil die kleinsten Bestandteile der Materie erleben, kann es menschliches Erleben geben. Sowohl der Urknall als auch die erste Zelle mit dem Erbgut eines werdenden Menschen hat eine subjektive Erlebniskomponente. Das Erleben ist die intrinsische Natur aller natürlichen materiellen Einheiten. Autoren wie Thomas Nagel, Karl Popper oder David Chalmers haben in Richtung eines Panpsychismus gedacht, aber die Position nicht ausgearbeitet. Um sie als Alternative zu den herrschenden Paradigmen einzuführen, ist eine Neubestimmung grundlegender Begriffe wie Materie, Kausalität oder Individualität erforderlich. Erst im letzten Jahrzehnt haben sich einige Autoren dieser Aufgabe angenommen, vor allem Gregg Rosenberg und Galen Strawson. In Auseinandersetzung mit ihren Thesen und mit Blick auf die zeitgenössischen Naturwissenschaften entwickelt dieses Buch eine eigenständige panpsychistische Theorie.
System und Systematik von Fragebögen
- 362 páginas
- 13 horas de lectura
Der ontologische Ansatz in der Softwareentwicklung zielt zunächst auf ein verbessertes Wissensmanagement in Bereichen wie der Biologie oder Medizin. Softwareontologie bietet Werkzeuge, eine klare und einheitliche Begriffl ichkeit zu entwickeln, mit der Software wissensbasiert umgehen kann. So wird der Rechner zu mehr als einer Datensammlung und zu mehr als einem Lexikon. Der Rechner, der auf spezifi sche Fragen des Benutzers antwortet, gleicht eher dem Experten. Der XML-Standard „Web Ontology Language“(OWL) unterstützt die Formulierung von Ontologien als Datenformat. Dieses Buch beschreibt die Entwicklung einer Softwareontologie für einen recht engen Bereich der Welt: Frage und Befragung. Softwarewerkzeuge zur Unterstützung der Frageerstellung orientieren sich für gewöhnlich an einfachen Datentypen. Sieht man die Frage aber aus der Perspektive statistischen Auswertung und der Fragebogensteuerung, so zeigt sich eine gleichzeitig einfachere wie auch umfassendere Strukturierung möglicher Fragearten sowie ihre Beziehungen untereinander. Im Gegensatz zu einer verwirrenden Vielfalt der Einordnung von Fragen in einen Fragebogen zeigt sich der Zusammenhang von Fragen im Fragebogen als einfache funktionale Programmierung.
Menschen empfinden sich als mehr oder weniger frei in ihrem Handeln, was die Grundlage unseres Rechtssystems bildet. Vertrauen und Abneigung haben nur gegenüber freien Wesen Sinn. Bei freien Entscheidungen wählen Menschen aus mehreren Optionen und beeinflussen damit den Verlauf der Welt. Im Gegensatz dazu legen Gesetze fest, wie sich die Welt aus einem bestimmten Zustand weiterentwickelt. Damit Freiheit in einer gesetzlich bestimmten Welt möglich ist, müssen die Naturgesetze des Handelns gewisse Zukunftsmöglichkeiten offenlassen und indeterministisch sein. Allerdings sind indeterministische Ereignisse im menschlichen Gehirn nicht automatisch freie Handlungen. Freie Handlungen beziehen sich auf Gründe und werden bewusst unter Alternativen gewählt. Wenn man Gründe als auslösende Ursachen der Handlung betrachtet, wird die Freiheit des Akteurs in Frage gestellt. Daher wird die Person als Anfang einer Kausalkette betrachtet, was dem alltäglichen Verständnis des freien Willens entspricht. Das Buch entwickelt eine Theorie der Akteursverursachung, die von Timothy O'Connor und Randolph Clarke in die Debatte eingeführt wurde und im Kontext der analytischen Philosophie steht. Es untersucht das Konsequenzargument und die Vor- und Nachteile einer Theorie der Akteursverursachung. Der Autor argumentiert, dass eine Akteurstheorie des freien Willens vertreten werden kann, wenn dem Entscheiden zwischen zwei rationalen Alternativen Eigenwert zug