Gottfried Wilhelm Leibniz
Begründer der Monadenlehre



Begründer der Monadenlehre
»Der Neuland Bestellende« war das frühvollendete Dichter-Genie unter den deutschen Romantikern, aber auch Verwaltungsjurist und Salinenassessor. Nicht zuletzt wegen dieser ganz unterschiedlichen Wirkfelder erschienen ihm Mensch und Umwelt, Geist und Natur als Einheit, die er in seinen Werken vielfältig gestaltete – im Gewöhnlichen das Besondere, im Begrenzten das Unendliche suchend. In seinem Roman »Heinrich von Ofterdingen« schuf er das Symbol der blauen Blume, die zum Inbegriff romantischer Sehnsucht wurde, und seine »Hymnen an die Nacht« sind die wohl bedeutendste Lyrik der deutschen Frühromantik. Sein Ausspruch, wonach jeder geliebte Gegenstand Mittelpunkt eines Paradieses sei, beruhte nicht zuletzt auf eigenen tiefen Empfindungen, wie er sie in der rätselhaften Liebe zur knapp dreizehnjährigen Sophie von Kühn oder in den Gesprächen mit den Jenaer Freunden um Fichte, Tieck und die Brüder Schlegel erfuhr.
Dramatisch war sein Leben, und voller Leidenschaft – ganz anders als die »edle Einfalt und stille Größe«, sein berühmtes Schönheitsprinzip mit Blick auf das Ideal der antiken Kunst, das Klarheit, Harmonie und Erhabenheit betont. Weit sind die Bögen, die dieser Mann spannte: vom altmärkischen Stendal in das ewige Rom, von der griechischen Antike zur deutschen Klassik. Johann Joachim Winckelmann machte die Antike zum Vorbild für Kunst, Literatur und Bildung – als ein »Befreier« des menschlichen Geistes (Goethe). Ohne ihn gäbe es keinen europäischen Klassizismus, keine wissenschaftliche Kunstgeschichte und Archäologie, keine moderne Ästhetik, keine deutsche Klassik und Romantik …