In vielen Museen Europas, die Objekte der Alltagskultur ausstellen, finden derzeit Transformationsprozesse statt. Denn Sammlungen, die uber Jahrzehnte entstanden sind, mussen auf ihre Relevanz fur unsere heutige Gesellschaft hin befragt werden. Die Autor*innen des Bandes widmen sich Leerstellen in Museen: Welche Objekte, Narrative, Methoden und Akteur*innen wurden in bisherigen Uberlegungen zu europaischen Lebensweisen und Gesellschaften zu wenig beachtet? Die Beitrage regen zum Perspektivwechsel an und ermuntern dazu, sich mit den Leerstellen in der Museumsarbeit auseinanderzusetzen.
Iris Edenheiser Libros


Tecumseh, Keokuk, Black Hawk
- 216 páginas
- 8 horas de lectura
Mit der Kolonisierung der Welt durch europäische Mächte setzte eine weitreichende Bildproduktion über die kolonisierten Kulturen und Menschen ein. Bilder von nordamerikanischen Indianern haben dabei einen prominenten Platz in unserer visuellen Kultur inne. Die Publikation beleuchtet diese Repräsentationsweisen und ihren politischen und kulturhistorischen Hintergrund am Beispiel des sog. "indianischen Museums" des Dresdner Bildhauers Ferdinand Pettrich (1798-1872). Pettrich reiste in den 1830ern nach Washington und porträtierte in 33 Reliefs, Statuen, Büsten und Bozzetti aus terrakottafarben bemaltem Gips Vertreter indianischer Stämme, die mit der US-Regierung Verträge über die zukünftige Nutzung des Landes aushandelten. 0Exhibition: Albertinum Dresden, Germany (1.10.2013-2.3.2014)