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Wiebke Porombka

    Gedankenspiele über das Tempo
    Der zwölfte Mann ist eine Frau
    Judith Hermann trifft Wilhelm Raabe
    • Gedankenspiele über das Tempo

      • 48 páginas
      • 2 horas de lectura

      Er sei wie eine Uhr, die ewig nachgehe, er hinke seiner Zeit hinterher: »Zum Unterschied von Goethe zum Beispiel, der seiner Zeit bekanntlich vorauseilte«, schrieb Joseph Roth 1920 in einem seiner zahlreichen Feuilletons, um dann in dem für ihn typischen Witz den strapaziösen Versuch zu beschreiben, mit dem modernen Nahverkehr durch Berlin in die Zeitungsredaktion zu gelangen, in der er arbeitete. Damit ist die grundsätzliche – auch emotionale – Dynamik des Tempos recht gut einfangen. Wiebke Porombka zeichnet eine Kulturgeschichte des Tempos in all seinen Spielarten: Von Grimms »Hase und Igel« geht es über Alfred Döblin und Stefan Zweig zu Charly Chaplin und Tom & Jerry hin zum temporeichen Haushalt der 50er Jahre mit der 5-Minuten-Terrine, zu Sport, Verkehr und Städtebau, bis zu »Raketen-Fritz« und »Kugelblitz« – und zu der Frage, welches Tempo eine Gesellschaft als »normal« voraussetzt – wobei auch der Essay selbst von Seite zu Seite an Tempo zulegt.

      Gedankenspiele über das Tempo2026
    • Der zwölfte Mann ist eine Frau

      Mein unerhörtes Leben als Fußball-Fan

      • 189 páginas
      • 7 horas de lectura

      Wenn du ins Stadion gehst, kommst du nach Hause: Wiebke Porombka erzählt von ihrem Leben als Fan und als Frau. Und was der Fußball uns über die Welt verrät. Ein außergewöhnliches Buch über eine Leidenschaft, die niemals zu Ende geht. Alles begann, als Völler zu Werder kam. Aber sie musste die Klappe halten, wenn sie mit ihrem Bruder 'Sportschau' gucken wollte, und fing sich eine, wenn sie 'blöd quatschte'. Mädchen und Fußball - in den achtziger Jahren, als Wiebke Porombka zum Fan wurde, war das bestenfalls eine harmlose Verirrung. Und heute, wo Millionen Mädels mit Fähnchen im Haar die Eventmeilen bevölkern? Ist die Verirrung nur umso größer. Denn echte Fans, so zeigt Porombka in ihrem Buch, bleiben allein, auch wenn Tausende um sie herumstehen. Im Stadion ist es fast wie am Meer: Man wird verschluckt, und es gibt keinen Anfang und kein Ende mehr. Anhand eines Spieltags beschreibt die Autorin, was es heißt, Fan zu sein. Und dazu noch Frau. Sie erzählt von Männern, die gern Ahnung haben und mit Statistik protzen; von ahnungslosen Frauen, die sich fragen, ob Jogi Löw schwul ist; von den magischen fünfzehn Minuten vor dem Anpfiff und der entscheidenden Viertelstunde nach der Pause; weshalb Frauenfußball bescheuert ist - und warum das Spiel wieder Typen wie Borowka braucht.

      Der zwölfte Mann ist eine Frau2013