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Wolfgang Paterno

    Haus Meldemannstraße
    So ich noch lebe ...
    Eine Abfuhr für den Müll
    Ein Jahrhundert Leben
    • Ein Jahrhundert Leben

      Hundertjährige erzahlen

      • 160 páginas
      • 6 horas de lectura

      Worauf kommt es an im Leben? Sie überstanden zwei Weltkriege und waren Zeugen, als 1937 das Luftschiff »Hindenburg« in Flammen aufging oder 1946 der erste Bikini der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Sie erlebten, wie Droschken durch Autos ersetzt und Staubsauger, Reißverschluss, Nylonstrümpfe und Kugelschreiber erfunden wurden. Nur wenige Menschen sind Zeitzeugen eines ganzen Jahrhunderts. Wie fühlt es sich an, ein Leben mit hundert Jahren? Wie sieht ein normaler Tagesablauf aus? Spielt der Tod eine Rolle im täglichen Leben? Wolfgang Paterno und Eva Walisch haben mit fünfundzwanzig hochbetagten Menschen – von der einfachen Bauersfrau bis zum Theaterschauspieler – gesprochen, die von ihren Sorgen und Nöten, Träumen und Wünschen erzählen. Herausgekommen sind fünfundzwanzig bewegende Porträts von Hundertjährigen, deren Witz und Wissen, Geschichte und Geschichten nicht verloren gehen dürfen – und die so manchem jungen Menschen als Vorbild dienen können.

      Ein Jahrhundert Leben
      4,0
    • 1905 wurde die Meldemannstraße als modernes Männerwohnheim eröffnet. Ursprünglich ein „Wunder an Billigkeit und Eleganz“, erlebte es im Laufe der Jahrzehnte einen dramatischen Niedergang. Ein Bewohner schilderte 1980er-Jahre das Leben dort als entwürdigend, wo „der Mensch zum Tier gemacht“ wird. Touristen besuchen die Peripherie des 20. Wiener Gemeindebezirks nicht aus Voyeurismus, sondern wegen des berühmtesten Bewohners: Adolf Hitler, der von 1910 bis 1913 hier lebte. Vor der Schließung im Herbst 2003 dokumentierte die Fotografin Hertha Hurnaus die Atmosphäre im Haus und porträtierte Menschen, die in den kleinen Kabinen Unterkunft fanden und ihre Geschichten dem Journalisten Wolfgang Paterno erzählten. Obwohl viele Bewohner lange bleiben, ist die Meldemannstraße nicht für alle eine Endstation. Peter Pantucek stellt in seinem einleitenden Essay das Porträt des Hauses und seiner Bewohner in einen soziologischen Kontext. Innen- und Außensicht verschmelzen zu einer sensiblen Dokumentation dieser legendären Institution. Ein Vorwort der Historikerin Brigitte Hamann, die „Hitlers Wien“ analysiert, rundet den Einblick in das Männerasyl ab, das Gerhard Roth als „einen der düstersten Orte“ beschreibt, die den Abscheu und die geheimen Todeswünsche der Gesellschaft gegenüber ihren Außenseitern widerspiegeln.

      Haus Meldemannstraße