Der historische Kontext des Buches beleuchtet die Rolle des Königreichs Iberien im ersten Jahrhundert v. Chr. während des Krieges gegen Mithridates VI. von Pontos. Frank Schleicher analysiert die politischen, sozialen, kulturellen und religiösen Entwicklungen in der Region zwischen dem Schwarzen und Kaspischen Meer bis zur arabischen Eroberung im siebten Jahrhundert. Im Fokus stehen die Wechselwirkungen zwischen Rom und Iran sowie die Auswirkungen dieser Großmächte auf Iberien und die Handlungsspielräume, die sich den lokalen Eliten und Herrschern aufgrund der geographischen Lage eröffneten.
Frank Schleicher Libros


Geschichte in Wissenschaft und Forschung: Imperia sine fine?
Der römisch-parthische Grenzraum als Konflikt- und Kontaktzone
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Wenn Vergil Rom als ein "Reich ohne Grenzen" (Aen. 1, 279) bezeichnet, mag dies im ubertragenen Sinn zutreffen, tatsachlich verfugte das Imperium jedoch uber lange und tief gestaffelte Festlandgrenzen auf allen drei Kontinenten. Dabei kam der Orientgrenze besondere Bedeutung zu, da den Romern hier mit dem Reich der Parther eine ebenburtige Gesellschaft entgegentrat. Allerdings stieaen die beiden Groareiche nur selten unmittelbar aufeinander, da sich zwischen ihnen ein Saum von Kleinstaaten erstreckte. In diesem Grenzraum trafen nicht nur zwei groae Reiche mit ihren jeweiligen Sprachen und Organisationsstrukturen, sondern auch Ackerbau und nomadische Weidewirtschaft, unterschiedliche religiose Vorstellungen und verschiedene Rechtsauffassungen aufeinander. Der Band versammelt Beitrage der Jenaer Tagung "Imperia sine fine?", die eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte des Grenzraums zwischen Rom und Parthien als Konflikt- und Kontaktzone vom 1. bis zum 3. Jh. n. Chr. darstellen.