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Helen Thein

    Haskala - 35: Makom - Orte und Räume im Judentum
    ad Simone Weil
    • ad Simone Weil

      Zur Rezeption einer radikalen Denkerin

      In einem ihrer letzten Briefe bedauert Simone Weil, dass ihre Intelligenz zwar gerühmt werde, aber kaum Interesse daran bestehe, was sie zu sagen habe. Das traf offenbar noch Jahre nach ihrem Tode zu. Denn zwischen der Auseinandersetzung mit ihrem Lebensentwurf auf der einen und ihren hinterlassenen Schriften auf der anderen Seite besteht eine auffällige Diskrepanz. Das Bild der selbstlosen, vergeistigten Intellektuellen, die von Idealen getrieben, sich selbst (und ihren Körper) vergessend, Gott suchend für eine bessere Welt gekämpft hat, ist immer wieder neu ausgemalt worden. Simone Weil, die in linken Zusammenhängen agiert hat, wird heute auch in rechtspopulistischen Kreisen identifikatorisch gelesen. In theologischen Kontexten wird sie wiederum sowohl als Christin, aber auch als Ketzerin, Jüdin, Gnostikerin oder Synkretistin gelabelt. Alle diese Zuschreibungen haben ihre Berechtigung und werden ihr dennoch selten gerecht. Helen Thein untersucht die literarische Auseinandersetzung mit Simone Weil in Texten von Susan Sontag, Susan Taubes, Heinrich Böll, Nelly Sachs, Ingeborg Bachmann, Jean Amery, aber auch Wolfgang Joop und Tamara Faith Berger.

      ad Simone Weil
    • Haskala - 35: Makom - Orte und Räume im Judentum

      Essays

      • 356 páginas
      • 13 horas de lectura

      Zur Bedeutung und Konstruktion von Ortsbezügen im europäischen Diaspora, Grenze, HaMakom, aber auch Begriffe wie Kabbala, Öffentlichkeit und Tohuwabohu sowie weitere reale, abstrakte und imaginäre Ortsbegriffe bilden die Schlagwörter für den vorliegenden Essayband. Geleitet werden die einzelnen Betrachtungen von der Frage: Was ist ein jüdischer Ort? Dass diese nicht allein topographische Orte, sondern vielfältige Orts- und Raumkonstruktionen sein können, resultiert aus der Geschichte des jüdischen Volkes und seiner 2000-jährigen Diaspora. Hervorgegangen aus dem Potsdamer Graduiertenkolleg „Makom. Ort und Orte im Judentum“ begegnen die Autorinnen und Autoren der Essays dem jüdischen Ortsbegriff aus religions-, kultur-, und literaturwissenschaftlicher Perspektive sowie durch soziologische, philosophische oder historische Fragestellungen. Überraschend ist dabei zweierlei: Zum einen die bildhafte Definition der einzelnen Begriffe, zum anderen unter welchen Schlagwörtern die Themen behandelt sowie die unerwarteten Wege, die eingeschlagen werden. Dieses Buch kann ein neuer Impuls sein, sich den unterschiedlichen jüdischen Orts-Landschaften zu nähern.

      Haskala - 35: Makom - Orte und Räume im Judentum