'Learning to mother at the end of the world is an infinite toggle between wanting to make you feel safe and needing you to know that the earth and its inhabitants are facing a catastrophic crisis.'
Julietta Singh Libros
Julietta Singh es una escritora y académica cuyo trabajo se adentra en los estudios poscoloniales, la teoría feminista y queer, y las humanidades ambientales. Examina críticamente los complejos enredos del deshumanismo, el pensamiento decolonial y nuestra relación con el medio ambiente. A través de sus ensayos y escritos académicos, explora temas culturales y sociales cruciales con aguda perspicacia analítica. Su enfoque interdisciplinario ofrece perspectivas innovadoras sobre los desafíos contemporáneos.


Ausgehend von Gramscis Aufforderung, die historischen Spuren, deren Hinterlassenschaft unser Körper trägt, zu inventarisieren, legt Julietta Singh ein Archiv ihres Körpers an. Im Wissen um die gleichzeitige Unmöglichkeit wie Notwendigkeit des angestrebten archivarischen Unterfangens, verwebt der Essay persönliche Memoiren mit postkolonialer und queerer Theorie. Dabei kommen nicht nur die Porosität und Brüchigkeit sozial geformter und genormter Körper, sondern auch die Flüchtigkeit ihrer Spuren zutage. Singh formuliert den Körper abseits der ihm zugeteilten Grenzen als Lautarchiv, als Vaginalbibliothek, als Wissenskomplex und als Depot für die sprachlosen Erfahrungen von neurologischem Schmerz, Trauma, Geburt und Tod. Der Frage, was wir wann in unseren Körper hereinlassen oder aus ihm verstoßen und warum, wird mit radikaler Intimität nachgegangen. Dabei durchstreift das Essay Bereiche des Tabuisierten und Verdrängten: Praktiken des Einverleibens und des Ausstoßes – Kannibalismus und Vegetarismus, Penetration und Begehren, Stuhlgang und Bulimie – werden poetisch und politisch verhandelt, vom Verstand der Eingeweide bis in die Eingeweide des Verstandes.