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Claudia A. Denscherz

    Veränderungen in analytischen Psychotherapien und deren Stabilität mit besonderer Betrachtung vier einzelner Langzeitverläufe
    • 2023

      Der Rechtfertigungsdruck auf kostenintensive Langzeitpsychotherapien erfordert Studien zur spezifischen Wirkung dieser Behandlungen. In der vorliegenden Arbeit werden die analytischen Langzeitpsychotherapien von 17 Patienten mit komplexen psychischen Diagnosen in einem naturalistischen Mixed-Methods-Design untersucht. Der Fokus liegt auf der langfristigen Stabilität des Therapieerfolges. Die Erfolgsmessung erfolgt durch behandlungsbegleitende und katamnestische Untersuchungen, wobei die psychische Umstrukturierung mit der Heidelberger Umstrukturierungsskala und die Veränderung der Symptombelastung mit dem SCL-90-R gemessen werden. Die katamnestische Betrachtung ist entscheidend für die Stabilität des Therapieerfolges. Zusätzlich werden vier Einzelfälle etwa zehn Jahre nach der ersten Katamnese analysiert, um Hinweise auf die Langzeitwirkung der Psychotherapien zu erhalten. Die Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass analytische Psychotherapien umfassende psychische Umstrukturierungen bewirken, die über die Symptomreduktion hinausgehen. Die Einzelfallanalysen zeigen, dass diese innerpsychischen Veränderungen auch postanalytisch wirken können. Methodisch bietet die Kombination aus quantitativer und qualitativer Untersuchung einen Mehrwert und ist daher vorzuziehen gegenüber Designs, die sich auf eine einzelne Methode beschränken. Aufgrund des naturalistischen Studiendesigns sind die Ergebnisse hoch praxisrelevant.

      Veränderungen in analytischen Psychotherapien und deren Stabilität mit besonderer Betrachtung vier einzelner Langzeitverläufe