Durch die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise rückten neben den Kreditinstituten auch deren Abschlussprüfer verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Dabei wurde deutlich, dass Kreditinstitute aufgrund ihrer Besonderheiten aus vielen Untersuchungen zur Abschlussprüfung ausgeschlossen wurden. Benedikt Sipple reagiert darauf mit einer umfassenden Untersuchung der Abschlussprüferhonorare bei deutschen Kreditinstituten. Der Autor erläutert zunächst die Besonderheiten des deutschen Bankensystems und legt die kreditinstitutsspezifischen Regelungen in den Bereichen Beaufsichtigung, Rechnungslegung und Abschlussprüfung dar. Unter Berücksichtigung dieses regulatorischen Umfelds analysiert die empirische Untersuchung die Struktur und Konzentration auf dem Markt für Abschlussprüferleistungen bei Kreditinstituten in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen einen hochkonzentrierten Markt mit nur wenigen Anbietern, der bereits Merkmale eines Duopols aufweist. Zudem werden die maßgeblichen Determinanten des Abschlussprüferhonorars identifiziert, wobei neben der Größe des Instituts insbesondere kreditinstitutsspezifische Risikofaktoren eine Rolle spielen. Auf Basis dieser Determinanten wird erstmals ein hochsignifikantes Honorarmodell für den deutschen Markt im Bereich der Kreditinstitute entwickelt.
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