Österreichische Autorin, geb. 1965. - Der investigative Journalist und Frauenheld Can Toprak kommt unter mysteriösen Umständen zu Tode. Seine Ex-Frau Buchhändlerin Olga Schattenberg vermutet ein Verbrechen und begibt sich mit zwei Gefährten im politisch aufgewühlten Wien auf die schwierige Wahrheitssuche
Gudrun Lerchbaum Libros






Das giftige Glück
Roman
Eine Stadt in gespenstischer Ekstase. Etwas Leuchtendes liegt in der Luft. Befällt Pflanzen. Und Menschen. Ist überall. Angenommen, der Rausch deines Lebens, die pure Euphorie wächst frei zugänglich im Park um die Ecke. Der einzige Haken dieser Substanz: Du kannst sie nur ein einziges Mal genießen. Denn sie ist hochgiftig und ohne Ausnahme tödlich. Auch wenn der Tod, den sie verspricht, süßer denn je ist. Was würdest du tun? Zugreifen? Oder widerstehen? Als ein bis dahin unbekannter Pilz den Bärlauch rund um Wien befällt, steigt die Zahl der Todesfälle rasant an. Versehentliche Vergiftungen werden bald zu praktischen Beseitigungen von lästigen Langzeitfeindinnen, auch die Partyszene der Stadt entdeckt Viennese Weed für sich. Und die befallene Pflanze bietet eine weitere für viele verlockende Möglichkeit: die Trostlosigkeit des Lebens zu beenden
Lügenland
Polit-Thriller
Ein packender, ein atemloser Polit-Thriller Es ist ein Schuss, der das Leben der Soldatin Mattea für immer verändert. Von ihr selbst abgefeuert trifft er eine Freundin und Mattea muss fliehen, ausgerechnet am Tag ihrer Hochzeit. Doch wohin in einem inzwischen rechtspopulistisch regierten Staat Österreich, der seine Bürger lückenlos überwacht? Zum ersten Mal findet sich die regimetreue Mattea auf der Seite der Rechtlosen wieder. Als sie auch noch mit einer untergetauchten Revolutionärin verwechselt wird, ist das ganze Land hinter ihr her. Doch ausgerechnet die Widerstandsbewegung springt ihr nun bei. Matteas Weltbild gerät ins Wanken. Die europäische Politik hat in der Flüchtlingsfrage versagt. Rechtspopulisten haben die Macht übernommen und Österreich zu einem hoch technologisierten Überwachungsstaat geformt, in dem niemand mehr frei ist. Ein Zustand, mit dem die Soldatin Mattea eigentlich ganz gut zurechtkommt. Als sie am Vorabend ihrer Hochzeit eine Freundin im Drogenrausch erschießt, muss sie fliehen. Plötzlich gehört Mattea zu den »Wertlosen«, zu denen, die außerhalb der Gesellschaft stehen und sie wird erbarmungslos gejagt. Es ist die innere Zerrissenheit von Mattea, die zwischen blinder Regimetreue und der Auflehnung gegen offensichtliches Unrecht schwankt, die diesen Polit-Thriller zu etwas ganz Besonderem macht.
Eine Frau wie du und ich wird zur „Waldviertler Elektra“, während ihre Geschichte Schlagzeilen macht. Maria bleibt leise, zunächst unbemerkt, bis alle ein Bild von ihr haben. Die Gerüchteküche in Eichschlag brodelt, als sie nach einem Jahr des Verschwindens mit Amnesie zurückkehrt. Was in dieser Zeit geschah, weiß sie nicht, und die Fragen über den Tod ihrer pflegebedürftigen Mutter werfen Schatten auf ihr Comeback. Der Hausarzt spricht die schlimmsten Vorwürfe aus: Hat sie ihre Mutter umgebracht? Trotz weiterer Anschuldigungen bleibt Maria stumm, unfähig, sich zu verteidigen. Ihre Stille lässt die Spekulationen umso wilder werden: Hure, Muttermörderin. Doch ist sie wirklich eine Täterin, während das Landeskriminalamt gegen sie ermittelt? Marias Schulfreundin Rafaela kann die Vorwürfe nicht glauben, und auch der Journalist Lando interessiert sich für ihre Geschichte, da sie in ausbeuterischen Strukturen arbeitete. Alle suchen nach der Wahrheit, und während Maria schweigt, offenbart sie viel über andere. Ihre Charaktere sind wandelbar und in Bewegung, und das Spiel mit Perspektiven und Blicken zieht uns in den Bann. Marias Geschichte, geprägt von familiären und sozialen Herausforderungen, lässt uns auf Freundschaft und Gerechtigkeit hoffen.
Zwischen euch verschwinden
Kriminalroman
Immer wieder eine andere werden, um zu verschwinden: Maria flieht vor ihrer eigenen Identität und hinterlässt blutige Spuren. Als die Freiheit greifbar wird, ist die Mutter tot. Endlich Ruhe, endlich nicht mehr gebraucht werden. Maria gönnt sich ein Sektfrühstück und verbringt eine Nacht mit einem Fremden. Doch am Morgen steht die Polizei vor ihrem Haus. In Panik verschwindet sie. Zwischen Unsichtbar-Werden und der Angst, gefunden zu werden, wechselt sie ihre Identitäten und arbeitet mal hier, mal dort. Ihre prekäre Situation wird schamlos ausgenutzt. Sie schwankt zwischen Passivität und Selbstermächtigung, sucht den Weg des geringsten Widerstandes und fügt sich ihrer Umwelt, bis es ihr reicht. Der Tod ihrer Mutter ist nicht der einzige, in den sie verwickelt ist, und die Polizei ist nicht die einzige, die nach ihr sucht. Marias Identitätswechsel wird zur Überlebensstrategie. Der Kriminalroman öffnet die Augen für die Schicksale der Ungesehenen: die pflegende Angehörige, die ausgebeutete Kellnerin, die Frau im Frauenhaus und die 24-Stunden-Pflegekraft, von der mehr erwartet wird. Marias Spiel zwischen Passivität und radikalen Befreiungsschlägen lässt die Hilflosigkeit und den Zorn spüren, die aus Ungerechtigkeit und Unterdrückung entstehen.
Die Architektur des Glücks Venetien im 16. Jahrhundert: Die junge Mariangela verliebt sich in den aufstrebenden Steinmetz Andrea Palladio. Der erwidert ihre Gefühle jedoch nicht und heiratet ihre Ziehschwester Allegra – ein Vertrauensbruch, der Mariangela ins Unglück stürzt. Um sie zu retten, nimmt Palladio große Schuld auf sich. Dennoch gelingt ihm der Aufstieg zum gefeierten Architekten – gegen alle Widerstände. Vom Aufstieg und Werden einer der größten Ikonen der italienischen Baukunst: Andrea Palladio.
Lametta, Leichen und Likör
24 kriminelle Geschichten für die stillste Zeit
- 280 páginas
- 10 horas de lectura
Winterzeit ist Krimizeit: Die renommiertesten Krimiautor* innen Österreichs sind der Einladung von Buchhändlerin und Krimi-Queen Rotraut Schöberl gefolgt und erzählen von zweifelhaften Geschenken, vergifteten Vanillekipferln und Morden im Kerzenlicht. Denn gerade in der stillsten Zeit des Jahres kann das Schweigen tödlich enden und auch der leise rieselnde Schnee hat schon manche Leiche zugedeckt. Mit Texten von Bernhard Aichner, Ellen Dunne, Herbert Dutzler, Colin Hadler, Christian Klinger, Tatjana Kruse, Stefan Kutzenberger, René Laffite, Gudrun Lerchbaum, Beate Maly, Beate Maxian, Kurt Palm, Theresa Prammer, Thomas Raab, Erwin Riedesser, Wolfgang Salomon, Constanze Scheib, Rotraut Schöberl, Reinhard Tötschinger, Emily Walton/Mina König, Peter Zirbs u. a.
