Ein alter Koffer auf dem Dachboden des Landhauses zu öffnen und sich den fernsten Erinnerungen hinzugeben, durchdrungen von der zarten Fantasie Alberto Vigevanis, Erzähler und Verleger, Bibliophiler und Herausgeber feiner Ausgaben von Klassikern. Aus den Schubladen des Koffers strömen süße und glückliche Erinnerungen, und zugleich die geheime und tragische Geschichte der Onkel Jole und Giorgetto, die „nicht im Nichts verschwanden, wie es das gemeinsame Schicksal ist, sondern im Horror“ von Auschwitz. Ein kurzer, lyrischer, zarter und bewegender Roman, intensiv und zugleich leicht. Das autobiografische Zeugnis eines dramatischen und schmerzhaften Schicksals, das von den Rassengesetzen überwältigt wurde.
Alberto Vigevani Orden de los libros (cronológico)



Die Geschichten handeln von Männern, die in der Kindheit des Erzählers bedeutend waren. Signor Cavallini, ein talentierter Juwelenhändler und Gaukler, belebt die Sonntagnachmittage der Familie. Nach dem Tod der Großtante und dem geplanten Kostümfest, das nicht stattfindet, sieht sich Cavallini mit schweren Lebenskrisen konfrontiert.
Sommer am See
Eine Erzählung
Die Erzählung »Sommer am See« erschien 1958, sie spielt in den 1930er Jahren im Kreis des Mailänder Bürgertums. Ihr Held ist der 14-jährige Giacomo, er verbringt einen schwebenden Sommer an der Schwelle von der Kindheit zum Erwachsenenalter. Die unbestimmte Melancholie des Heranwachsenden, seine Abkehr vom Vater und die ersten Lieben beschreibt Alberto Vigevani (1918-1999) einfühlsam und mit zauberhafter Leichtigkeit. Es entsteht das zarte Bild eines bedeutsamen Sommer, in dessen Mitte der Lago di Como verheißungsvoll flimmert.