Vergeblich ringt Rabbi Elisheva (Eli) - Rabbinerin der Synagoge - um Anerkennung für das Reformjudentum. Nicht nur bei den orthodoxen und strengreligiösen Gemeinden, auch in den eigenen Reihen kann Eli es der Jüdischen Progressiven Gemeinde kaum recht machen. Der Gottesdienst verkommt zum Sammelbecken für selbstgefällige Konvertiten, Klagemauerfeministen, Kabbala-Yogis und frohlockende Orgel-Klezmer. Vermehrt zieht sich Eli zurück in den geheimen Umkleideraum der Synagoge, wo sie bei Gesprächen mit Gott und einer Flasche Manischewitz gegen ihr drohendes Burnout ankämpft und aus den Büstenhaltern der Purim-Kostüme Kippas für Zwillinge bastelt. Dann geschieht das Unvorstellbare: ein Selbstmordanschlag direkt vor der Synagoge. Als Attentäterin identifizieren die Ermittler eine israelische Transfrau. Rabbi Eli macht sich ihre eigenen Gedanken und entscheidet, selbst nach den Drahtziehern des Anschlags zu forschen,
Marianne Feder Libros


In ihrer Lieblingsbäckerei findet Rabbi Eli ein Manuskript ihrer Nachbarin Heidi, welches diese dort mitzunehmen vergessen hatte. Neugierig beginnt Eli darin zu lesen, erfährt erstmals Einzelheiten über Heidis Herkunft, einem Verdingkind, das ausgerissen und danach im Waisenhaus gelandet war. Nach Jahren kehrt Heidi an den Ort des Schreckens ihrer Kindheit zurück und macht eine unfassbare Entdeckung. Rabbi Eli kann die Erzählung ihrer Nachbarin nicht wirklich einordnen und ist alarmiert, nachdem diese spurlos verschwindet. Sie kontaktiert Kommissar Künzli, denn Heidi bleibt unauffindbar.