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Bernd J. Claret

    Innsbrucker theologische Studien - 49: Geheimnis des Bösen
    "Warum ist die Schöpfung so, warum nicht anders?"
    • Die Untersuchung von Bernd J. Claret bietet einen Zugang zu Leben und Werk des marginalisierten Theologen und Philosophen Joseph Bernhart (1881–1969), dessen Lebensgeschichte und Theologie eng miteinander verknüpft sind. Sie zeigt, wie die Erfahrung der „Tragik im Weltlauf“ und des „Geheimnisses der Selbstbestimmung“ diesen „theologischen Außenseiter“ (M. Weitlauff) zu einem Denken ermächtigen, das Christus in einzigartiger Weise in den Mittelpunkt stellt. Bernhart, als herausragender Vertreter eines „christlichen Pessimismus“ im Sinne von Karl Rahner, entwickelt den Gedanken, dass die von Gott geschaffene Welt „von Haus aus“ Not und Gefahr in sich birgt und bereits im Bereich der vor- und außermenschlichen Natur sowie in ihrem geschichtlichen Verlauf „tragisch verfasst“ ist. Diese Sichtweise impliziert eine radikale Erlösungsbedürftigkeit der Schöpfung. Vor dem Hintergrund, dass die Schöpfung in Gen 1 als „sehr gut“ befunden wird, stellt sich die Frage, warum Gott die Welt so schafft und sein Projekt der Menschwerdung auf einem gefahrvollen Weg der Evolution realisiert. Die geschichtstheologischen Überlegungen Bernharts führen zu einem eigenen Denkansatz über die „erste“ Theodizeefrage (J. B. Metz). Dabei spielt der Gedanke einer gottgewollten radikalen Autonomie vor Gott eine zentrale Rolle, die für den Menschen sowohl höchste Würde als auch höchste Gefahr bedeutet. Zudem wird betont, dass Gott keinen Menschen in die Freihei

      "Warum ist die Schöpfung so, warum nicht anders?"2011
    • Innsbrucker theologische Studien - 49: Geheimnis des Bösen

      Zur Diskussion um den Teufel

      • 437 páginas
      • 16 horas de lectura

      Ein fundierter Beitrag zur theologischen Diskussion über die Existenz des Bösen in der Welt. Die Arbeit beleuchtet die Frage nach dem Ursprung des Bösen, die in Auseinandersetzung mit H. Haags Plädoyer “Abschied vom Teufel” sowie im Gespräch mit W. Kasper und K. Lehmann behandelt wird. Woher kommt das Böse? Diese zentrale Frage wird angesichts des vom Menschen verübten Bösen besonders drängend, vor allem wenn der Mensch als letzte Quelle des Bösen nicht in Frage kommt. Die Studie nutzt Ricœurs Phänomenologie der Verfehlung, um zu zeigen, dass die Problematik des Teufels die Vertretbarkeit einer “ethischen Weltanschauung” berührt, die das Böse in der menschlichen Freiheit verortet. Im Anschluss an Ricoeur wird dargelegt, wie das Symbol des Teufels die Vernunft herausfordert und die philosophisch-theologische Reflexion anregt, um das Geheimnis der Bosheit zu ergründen. Der Verfasser präsentiert die Lehre der Kirche und stellt die aktuelle deutschsprachige Literatur zum Thema umfassend vor. Besonders eindrucksvoll ist die Dramatik des “Geheimnisses des Bösen”, die er anhand von Dostojewskis “Brüder Karamasoff” entwickelt.

      Innsbrucker theologische Studien - 49: Geheimnis des Bösen1997