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Ekaterina Smyka

    Carl Gottlieb Reißiger: Briefe
    Die Offizien des Heiligen Nikolaus in der russischen Kirchenmusik des 12. bis 17. Jahrhunderts
    • Die Gesänge aus den Offizien des Hl. Nikolaus reflektieren die Entwicklung der mittelalterlichen russischen Kirchenmusik. Diese Kunstform des 11.–17. Jahrhunderts ist eine faszinierende Facette der russischen geistigen und musikalischen Kultur. Der Znamennyj Raspev, der Kirchengesang, prägte über sieben Jahrhunderte das musikalische Geschehen und war eng mit dem orthodoxen Gottesdienst verbunden, der aus Byzanz übernommen wurde. Znamennyj Raspev entwickelte sich im 10. Jahrhundert in Russland und wurde zu einem eigenständigen und bemerkenswerten musikalischen Phänomen. Trotz seines kulturellen Reichtums ist die russische Kirchenmusik ein wenig erforschtes Gebiet, was teilweise auf die turbulente Geschichte des 20. Jahrhunderts zurückzuführen ist. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs das Interesse an mittelalterlichem Slawentum, und erste Abhandlungen über den Kirchengesang entstanden, unter anderem von D. V. Razumovskij und A. V. Preobraženskij. Die Revolution von 1917 hinderte die Forschung, die erst in den 70er Jahren wieder an Fahrt gewann. Die Geschichte des Znamennyj Raspev ist nur in Grundzügen dokumentiert, beginnend mit seiner Etablierung im 11. bis 14. Jahrhundert, gefolgt von stilistischen Veränderungen im 15. Jahrhundert und der Reform des Patriarchen Nikon im 17. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert wurde die Znamennaja-Notation durch die westliche Fünflinien-Notation verdrängt, während die Melodien des Znam

      Die Offizien des Heiligen Nikolaus in der russischen Kirchenmusik des 12. bis 17. Jahrhunderts
    • Carl Gottlieb Reißiger: Briefe

      • 517 páginas
      • 19 horas de lectura

      Carl Gottlieb Reißiger (1798-1859) hat in der Dresdner Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts nachhaltige Spuren hinterlassen. Dem Nachfolger Carl Maria von Webers und Kollegen Richard Wagners als Kapellmeister am Hoftheater verdankt sich eine dauerhafte Etablierung deutscher Opern im Spielplan, auch mit eigenen Bühnenwerken. Daneben war er als Komponist von Oratorien, Kirchen- und Kammermusik, nicht zuletzt als Lehrer erfolgreich: ein erster Generalmusikdirektor, der sich in allen Gebieten des Musiklebens engagierte. Carl Gottlieb Reißiger gewinnt mit seinen Briefen, die hier - soweit überliefert - erstmals Vollständig erschlossen werden, künstlerisch und menschlich Profil: kompetent, konstruktiv und fleißig, ein energischer Manager, der den vielfachen Anforderungen seiner Position zu jedem Zeitpunkt gewachsen war, seines Könnens sicher und stets bereit, zu helfen und zu unterstützen. Ein Mann, dessen Wort Gewicht hatte, emotional gefestigt und von kräftiger Konstitution, ein geistreicher Briefeschreiber, ein guter Familienvater und treuer Freund.

      Carl Gottlieb Reißiger: Briefe