Fragestrategien haben für die Gesprächsführung in Mediationsverfahren inhaltlich und führungstechnisch eine zentrale Funktion. Dennoch spielen sie in den meisten Ausbildungsgängen zum Mediator/zur Mediatorin keine hervorgehobene Rolle. Dieser Band thematisiert u.a. eine beobachtbare allgemeine Unsicherheit bei Mediatoren bezüglich der systematischen Anwendung und Gestaltung von Fragestrategien.Er erläutert dabei exemplarisch anhand eines idealtypischen Mediationsverlaufs für Paare Schritt für Schritt die fragegestützte Gestaltung und Entwicklung solcher Einigungsprozesse und unterstreicht den damit entstehenden Nutzen eines solchen Weges nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die Mediatoren selbst.
Thomas Spörer Libros




Der status quo der Mediation in Deutschland charakterisiert einen Zustand, der dieser Konfliktbearbeitungsform, gemessen am Bedarf, immer noch eine marginale Rolle zuschreibt. Die Gegenüberstellung einer juristischen Bearbeitung und ihrem non-juristischen Gegenpart unterstreicht zwar die Differenzen in der Vorgehensweise, blendet aber eine vorherrschende Gemeinsamkeit der beiden Systeme aus, die erst deutlich wird, wenn die Sicht darauf aus dem Blickwinkel der Betroffenen fällt. Dieser Beitrag betrachtet speziell Mediation aus der Bedürfnislage der Klientel heraus und fragt danach, wie sich diese Methode verändern muss, wenn sie den Bedürfnissen ihre Betroffenen gerecht werden möchte.
Ein Lehrsatz der Familienmediation betont die Fähigkeit des Individuums zu einer Lösungsfindung bezügl. der eigenen Angelegenheiten. Diese setzen sich zusammen aus eigenen Erfahrungen, Einschätzungen, Hoffnungen, Befürchtungen wie auch zukünftigen Aussichten. Subjektive Bedürfnisse sind somit in Einzelgesprächen bestmöglich recherchierbar und bearbeitbar. Von daher braucht Mediation außer dem Dreiergespräch speziell auch Elemente des Einzelcoachings zur Erarbeitung von einigungsrelevanten Gesprächsanteilen. Dieser Band unterstreicht die Bedeutung von Coachingelementen in der Mediation und beleuchtet außerdem die Zukunftsgestaltung als integralen Bestandteil der Mediationsarbeit über das rechtswirksame Scheidungsurteil hinaus.
Medien in der Wissenschaft - 58: Offene Bildungsinitiativen
Fallbeispiele, Erfahrungen und Zukunftsszenarien
- 242 páginas
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Offene Bildungsinitiativen treten an deutschen Hochschulen unter verschiedenen Namen in Erscheinung – man kennt sie als „studentische Projekte“, „selbstorganisierte Studienarbeiten“ oder „universitäre Bottom-up-Initiativen“. Gemeinsam haben sie, dass sie langfristig angelegte und kontinuierliche Prozesse sind. Sie sind weder zeitlich noch räumlich eingegrenzt, gehen häufig über ein ganzes Studium hinaus und werden über mehrere Generationen von Studierenden weitergeführt. Die Mitgestaltung geht meist aus deren Bedürfnissen hervor, wodurch sie zu aktiven Gestaltern ihres Lernraums werden. Dieses Buch hat sich zum Ziel gesetzt, Beispiele für offene Bildungsinitiativen, welche ein besonderes Potential für die überfachliche Kompetenzentwicklung mit digitalen Medien darstellen, aufzuzeigen sowie die unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu thematisieren, mit denen diese Initiativen konfrontiert sind. Der Band richtet sich an ein breites Publikum – vom Studierenden bis zum Prorektor – und setzt sich aus Praxisbeiträgen sowie theoriebasierten Beiträgen zusammen, sodass die Leser zwischen einem praktisch orientierten und einem theoretisch fundierten Zugang wählen können.