Mit dem Berliner Fußball-Verband hat erstmals ein Landesverband des DFB eine Studie zu seiner Geschichte im Nationalsozialismus in Auftrag gegeben. In sechs Kapiteln untersuchen die Autorinnen und Autoren, wie sich der Verband und seine Vereine an die neuen politischen Herrschaftsverhältnisse anpassten und inwiefern sie die Selbstgleichschaltung vorantrieben. Ein besonderer Schwerpunkt des Buches liegt auf dem Ausschluss der jüdischen Vereinsmitglieder und der Geschichte des jüdischen Fußballs in Berlin, die nach dem 9. November 1938 jäh endete. Zwei Einzelstudien widmen sich dem jüdischen Sportplatz im Grunewald sowie der wechselvollen Geschichte der heutigen Sportschule des Berliner Fußball-Verbandes am Kleinen Wannsee. Die Autorinnen und Autoren nehmen jeweils auch die Vor- und Nachgeschichte in den Blick, die durch ein zum Teil überraschend hohes Maß an personeller Kontinuität gekennzeichnet ist. Die übergeordnete Frage der Studie lautet, inwieweit der Berliner Fußball in den Jahren 1933 bis 1945 eine Stütze des Systems gewesen ist. Mit Beiträgen von Berno Bahro, Jan Buschbohm, Sabrina Flörke, Sabine Hillebrecht, Lorenz Peiffer, Julian Rieck und Henry Wahlig.
Daniel Küchenmeister Orden de los libros (cronológico)
1 de enero de 1956




Fußball-Einheit in Berlin
1990-2015
Ein Jahr nach dem Mauerfall ist der Berliner Fußball auch organisatorisch wiedervereint: Im November 1990 treten die Ost-Berliner Fußballer dem Berliner Fußball-Verband bei. Dieses Buch blickt auf die Entwicklung des Berliner Fußballs bis 1989, erzählt aber vor allem die Geschichte von 25 Jahren Fußball-Einheit in den beiden einstmals getrennten Stadthälften. Die beiden Autoren gehen dabei sowohl auf die sportlichen Aufstiege von Hertha BSC und des 1. FC Union, die DFB-Pokalfinale und das Sommermärchen 2006 als auch auf die Verbandsentwicklung und den Amateurfußball in der Hauptstadt ein. Mit Grußworten von Wolfgang Niersbach, Klaus Böger, Michael Müller und Frank Henkel. Vorwort von Bernd Schultz.