Hexenverfolgungen in der Frühen Neuzeit. Zeitgenössische Kritik
Form, Gründe und mögliche Auswirkungen
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Diese Arbeit aus dem Jahr 2020 untersucht die zeitgenössische Kritik an den Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit. Zunächst wird das kumulative Konzept der Hexerei beleuchtet, das die unterschiedlichen Vorstellungen und Elemente zusammenfasst. Ein zentraler Aspekt ist die Analyse der gerichtlichen Hexenprozesse, die von zeitgenössischen Kritikern scharf hinterfragt wurden. Anschließend werden die Argumente der Gegner der Hexenverfolgungen dargestellt, sowie die Auswirkungen ihrer Kritik. Diese Verfolgungen, die heute als eine der schlimmsten Katastrophen der europäischen Geschichte gelten, stießen auch bei Zeitgenossen wie dem niederländischen Arzt Johann Weyer und dem Jesuiten Friedrich Spee auf große Ablehnung. Diese Intellektuellen wandten sich gegen den dämonologischen Aberglauben und die damit verbundenen prozessualen Verfahren, indem sie die Legitimation der Verfolgungen in Frage stellten. Die Arbeit beleuchtet somit nicht nur die historischen Hintergründe, sondern auch die moralischen und ethischen Überlegungen, die zur Kritik an den Hexenverfolgungen führten, und zeigt auf, wie diese Stimmen in einer Zeit des Aberglaubens und der Angst Gehör fanden.
