Nikolas Baak untersucht die Qualifizierung mikromagnetischer Methoden zur Bewertung der durch Tiefbohren erzeugten Randzonen in Bezug auf Oberflächenintegrität und Ermüdungsverhalten. Ziel ist es, durch den Bohrprozess einen vorteilhaften Eigenspannungszustand zu erreichen. Beim Einlippen-Tiefbohren führt der asymmetrische Werkzeugaufbau zu einem Festwalzprozess, der sowohl hohe Oberflächengüten als auch den gewünschten Druckeigenspannungszustand erzeugt. Da die meisten Methoden zur Bestimmung der Oberflächenintegrität entweder zerstörend sind oder freien Zugang zur Oberfläche benötigen, werden hier zerstörungsfreie Prüfverfahren entwickelt, um die Oberflächenintegrität und den Ermüdungszustand der Bauteile zu bestimmen. Für die beiden betrachteten mikromagnetischen Verfahren, die Barkhausenrauschen-Analyse und die Wirbelstromprüfung, kommen speziell angefertigte Sensoren zum Einsatz, die das Messsignal an der Innenseite der Bohrung erfassen. Die Messdaten dieser mikromagnetischen Verfahren werden mit etablierten Methoden zur Bestimmung der Oberflächenintegrität, wie der Röntgendiffraktometrie, korreliert. Das Inhaltsverzeichnis umfasst Einleitung, Stand der Technik, Werkstoff und Fertigungsprozess, Motivation und Ziel der Arbeit, experimentelle Verfahren, Ergebnisse, Zusammenfassung und Ausblick sowie das Literaturverzeichnis.
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