Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Kulturwissenschaften, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Um die Vergangenheit als Ressource für das gegenwärtige Leben zu bewahren, hat die UNESCO das Ziel, kulturelles Erbe zu erhalten. Das Übereinkommen von 1972 betont, dass der Verlust eines Teils des Kultur- oder Naturerbes eine Schmälerung des Erbes aller Völker darstellt. Da viele Staaten oft nicht in der Lage sind, dieses Erbe ausreichend zu schützen, bietet die UNESCO finanzielle und institutionelle Unterstützung und fordert eine angemessene Verwaltung. Kulturelles Erbe umfasst sowohl historische Fakten als auch Mythen, die für die Identität einer Gruppe wichtig sind. Bei der UNESCO gibt es zwei Ebenen: das materielle Kulturerbe und das immaterielle Kulturerbe. Seit dem 12.12.2014 ist die Schwäbisch-Alemannische Fastnacht als immaterielles Erbe gelistet. Die Arbeit untersucht, wie viel Konstruktion hinter dieser Fastnacht als Erbe steckt, welchen Einfluss das Prädikat Kulturerbe auf das Selbstverständnis der Ausübenden hat und wie die Beziehung zu Außenstehenden aussieht. Die Analyse basiert auf Beobachtungen, die am 23. und 24. Januar 2015 im Narrenschopf Bad Dürrheim und beim 125-jährigen Jubiläum der VSAN in Bräunlingen gemacht wurden.
Lukas Kammer Libros
