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Anne-Christine Hamel

    Die Deutsche Jugend des Ostens
    • Die Deutsche Jugend des Ostens

      Interessenpolitik junger Vertriebener im Spannungsfeld von Heimat, kultureller Identität und Integration

      • 1008 páginas
      • 36 horas de lectura

      Die Erfahrungen von Flucht und Vertreibung sowie der Integrationsprozess nach 1945 prägten die junge Vertriebenen-Generation erheblich und unterscheiden sich markant von denen älterer Generationen. Die Vertriebenenjugend war keineswegs das homogene, assimilierte Bild, das lange in der Forschung präsentiert wurde. Die Auseinandersetzung mit den sozialen, kulturellen und heimatpolitischen Zielen der Deutschen Jugend des Ostens bietet Einblicke in die Lebenswelt dieser jungen Generation, die ihre Erfahrungen als Katalysator für eine aktive Kultur- und Interessenpolitik nutzte, um ihren Platz in der deutschen Nachkriegsgeschichte zu fordern. Die Geschichte der DJO, als ein prägendes Element für die Generation der deutschen Vertriebenen und deren Nachkommen, bietet differenzierte Perspektiven auf ihren Migrationsprozess. In Bezug auf Integration und kulturelle sowie politische Bestrebungen entwickelte die DJO umfassende Konzepte, um ihren Raum im Nachkriegsdeutschland einzufordern. Die Organisation förderte den Erwerb von kulturellem, sozialem und wirtschaftlichem Kapital unter der vertriebenen Jugend. Ihre internen Entscheidungen und Verhandlungen spiegeln die Spannungen zwischen den Werten der Elterngeneration und dem Streben nach autonomer Identität und gesellschaftlichem Wandel bei den vertriebenen Jugendlichen wider.

      Die Deutsche Jugend des Ostens