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Werner Irmler

    Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS
    • Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS

      • 1324 páginas
      • 47 horas de lectura

      Die Autoren dieser zwei Bände waren einst hochrangige Offiziere des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS), doch nach der Wende 1989 endete ihre Karriere abrupt. In über 1.000 Seiten präsentieren sie ihre Sicht der "Wahrheit" und analysieren das Innenleben des MfS sowie die Gründe für den Untergang der DDR trotz eines mächtigen Sicherheitsapparates. Ihr Hauptanliegen ist die Selbstrehabilitation; sie fordern ein Ende der "Hexenjagd" gegen ehemalige Stasi-Mitarbeiter und stellen sich als Opfer der Wendezeit dar, während die unzähligen Opfer der Stasi nicht erwähnt werden. Der letzte Innenminister der DDR, Peter-Michael Diestel, beschreibt die Autoren als "ritterlich" und beklagt, dass MfS-Mitarbeiter nach 1989 zu Hassobjekten wurden. Diese Sichtweise wirkt zynisch, da die Stasi jahrzehntelang Ausgrenzung mit kriminellen Methoden praktizierte. Die Autoren zeigen sich unbelehrbar und behaupten, der Bau der Berliner Mauer sei "friedenserhaltend" gewesen und die Einschränkungen der Reisefreiheit hätten dem Schutz der Bürger gedient. Berichte über Misshandlungen in Stasi-Gefängnissen werden als "infame Hetze" geleugnet. Das Buch bietet zwar Insider-Wissen über die Arbeit des MfS, ist jedoch ideologisch gefärbt und gibt Einblick in die Gedankenwelt der Männer, die über das Schicksal vieler DDR-Bürger entschieden.

      Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS2002