Tekutý fetiš
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Výber textov od autorkinej (nar. 1950) prvotiny z roku 1981 až po dnes. Kniha obsahuje vecné texty - literárne reportáže o vojnových konfliktoch a umelecky ladené prózy.
La escritura de Irena Brežná profundiza en temas como el exilio, la pérdida del hogar y la búsqueda de identidad en entornos desconocidos. Su obra está impregnada de una profunda comprensión del sufrimiento humano, especialmente en el contexto de conflictos políticos y opresión. Con un agudo sentido del detalle y un enfoque profundamente empático, ilumina las complejas vidas de individuos marginados por las circunstancias. Brežná combina magistralmente sus conocimientos lingüísticos y psicológicos para crear narrativas cautivadoras y que invitan a la reflexión.







Výber textov od autorkinej (nar. 1950) prvotiny z roku 1981 až po dnes. Kniha obsahuje vecné texty - literárne reportáže o vojnových konfliktoch a umelecky ladené prózy.
Autorka žijúca vo Švajčiarsku píše svoje súkromné dejiny z Trenčína päťdesiatych rokov. Spomienky na detstvo filtruje cez poučene naivistický pohľad, rafinovane zarámovaný kontextom životnej skúsenosti zrelej ženy, ktorej nechýba zmysel pre humor, ba až satiru. „Páči sa mi ostať ležať a byť mŕtva, keď som sa obetovala za druhých. Škoda, že je už po vojne aj po Veľkej revolúcii a naši proletári sú slobodní. Všetko dôležité je vykonané, teraz už len musíme byť šťastní, a to je strašne ťažké.“
Irena Brežná se opakovaně zúčastnila jako válečná reportérka švýcarského listu Tageseinziger Zürich Magazin první čečenské války (1995–1996) a v přestrojení za čečenskou ženu navštívila zničené vesnice, později jako novinářka i města a tábory severního Kavkazu. Ve svých reportážích se však nezaměřovala na průběh bojů ani na příběhy partyzánů, teroristů, politiků a vojáků, ale především na osudy čečenských žen, kterých se válka dotkla možná ještě krutěji než válčících mužů. V reportážích popisuje s velkým smyslem pro detail a sugestivním jazykem nejrůznější situace každodenního života za války, nesmyslné krutosti ruské armády i čečenských teroristů. Svoji zkušenost z války reflektuje ve svých esejích, kde se snaží dopátrat příčin onoho zla. Soubor reportáží a esejů z čečenské války doplňují texty Ireny Brežné věnované gulagu, mafii, ruské povaze i každodenním problémům Ruska. Zápisky z čečenské války s předmluvou Petry Procházkové
In einer bildhaften und poetischen Sprache e rzählt Irena Brežná – im Wechsel zwischen Nähe und Distanz – von einer aufwühlenden, radikalen Liebe
Irena Brezná gibt Menschen eine Stimme, die entwurzelt sind, sich an Traditionen klammern oder mit ihnen brechen, ihr Leben meistern oder darum bangen müssen. Im Porträt einer Tschetschenin, die den Westen aufrütteln will, in den Reportagen über eine polnische Goralenhochzeit, über Bauern und Nonnen in Siebenbürgen oder Moldawien und über Flüchtlinge aus dem Kosovo, in grotesken Skizzen und Tagebuchnotizen variiert sie ihr Grundthema Heimat und Fremde. Ihre faktenreichen und wahrhaftigen Texte, die über den Realismus der Details und des Alltags hinausweisen, erschließen die Fülle und Vielfalt der Dinge und ermutigen zu Freiheit und Menschlichkeit. Ein lebenbejahendes Buch.
Im Jahr 1968 beginnt der Roman, der Verletzung und Aufbegehren, schwarzen Humor, Poesie und Menschlichkeit vereint. Die Erzählerin landet in der Schweiz, einem sicheren, aber bizarren Ort voller Ordnungshüter und Regeln – zu viel Widerspruch für ein Mädchen wie sie. Bei der Einreise wird ihr Name verstümmelt, und sie muss unter falscher Flagge leben, während sie im kalten Licht der Fremde die unfreie Geborgenheit ihrer Heimat vermisst. Als Heranwachsende rebelliert sie gegen das Gastland, das sie zwingt, sich anzupassen und ihre Identität aufzugeben. Nach vielen Konflikten findet sie einen Ausweg. Durch das gesamte Buch ziehen sich Mini-Romane, die als Szenen fungieren, in denen die Erzählerin als Dolmetscherin zwischen Emigranten und Behörden agiert. Sie begegnet einer Vielzahl von Gestrandeten, die hoffen, ihr Leben neu gestalten zu können: kleine Diebe, Depressive, Schlawiner, Kriegsflüchtlinge und Überangepasste. So ungeschützt und schonungslos hat noch niemand über die Emigration geschrieben – ein kleiner Roman mit großer Sprengkraft, der das Leben in all seinen Facetten beleuchtet.
»Denke, was du willst, aber sag es nicht.« Das mütterliche Verbot machte aus Irena Brežná eine Schreibende. Bis heute betrachtet die engagierte Autorin ihre Texte als ein »Aufbäumen gegen das Gebot des Schweigens und des Nichthandelns«. Nach der Niederschlagung des Prager Frühlings flüchtete die Achtzehnjährige aus Bratislava in die Schweiz. Es war das Jahr 1968, für die junge Frau eine wichtige Weichenstellung. Im Exil fand sie bald Zuflucht in der neuen Sprache, entdeckte das kritische Denken. Die Teilnahme am öffentlichen Diskurs ließ sie sich fortan nie mehr verbieten, weder als Einwanderin noch als Frau. Vielmehr fand sie darin Identität und Haltung. Irena Brežná ist da zu Hause, wo sie schreiben kann. Davon zeugen die Essays und Reportagen in diesem Buch. Sie erzählen vom Roten Platz, wo der Dissident Viktor Fainberg sämtliche Zähne verlor, und von Friedrich Dürrenmatt, der so wohltuend kompromisslos war. Von der Männerwelt der russischen Mafia, tschetschenischen Friedensfrauen und dem Überwinden der Angst. Aber auch vom organisierten Widerstand gegen das Fällen einer Pappel in einem Basler Hinterhof.