Plague between Prague & Vienna : medicine and infectious diseases in early modern Central Europe
- 303 páginas
- 11 horas de lectura






Das 1784 gegründete Josephinum in Wien ist eine der bedeutendsten medizinischen Lehrsammlungen der Welt. Die in Italien hergestellten Wachspräparate galten Generationen von Medizinern als wertvolle Anschauungsobjekte zum Studium des menschlichen Körpers. Die Faszination der Sammlung ist bis heute ungebrochen und Grund genug, ihrer Entstehung, Bedeutung und Ästhetik ein prachtvoll ausgestattetes Buch zu widmen. Neue großformatige Fotos und ein auf aktuellen Kenntnissen basierender wissenschaftlicher Begleittext runden das Buch ab.
Wie kommunizierten Mediziner in der frühen Neuzeit? Betrachtet man die Kommunikationsmöglichkeiten in der Frühen Neuzeit, ist es erstaunlich, dass sich medizinische Neuentwicklungen dennoch rasch verbreitet haben. Dieses Buch zeichnet diese Wege nach. Vom Verlagswesen über akademische Zirkel, private Korrespondenzen, Universitäts- und Bibliothekswesen, die Strukturen der Ordensspitäler oder auch Bildungsmissionen ins Ausland.
Das Buch befasst sich mit der Geschichte der weiblichen Medizinstudenten anhand ausgewählter Beispiele aus Europa (z. B. Schweiz, Russland, Ungarn, Tschechien), stellt die Rahmenbedingungen vor und zeichnet einzelne Karrierewege nach. Abschließende Beiträge widmen sich feministischen Fragestellungen im weiteren Umfeld der Medizin. Herausgeberinnen: DDr. Mag. Sonia Horn ist Assistentin am Institut für Geschichte der Universität Wien und lehrt derzeit als Gastdozentin für Geschichte an der Universität Budapest. Dr. Ingrid Arias arbeitet als Oberärztin an der 3. Medizinischen Abteilung der Rudolfstiftung Wien.
Historikerinnen und Historiker beleuchten in diesem Buch anhand zahlreicher Quellen die Geschichte der Homöopathie in Österreich. Die Einzelbeiträge zeigen, wie sich die Homöopathie trotz anfänglicher staatlicher Unterdrückung vor allem durch das Engagement einzelner Ärzte, geistlicher Orden sowie durch Unterstützung des Adels und des Militärs etablieren konnte, bis schließlich die nicht wegzudiskutierenden Erfolge – vor allem bei der Cholerabekämpfung – zur Aufhebung des Verbots führten. Die Geschichte der Homöopathie bleibt in der Folge geprägt von Streit zwischen ärztlichen Anhängern und Gegnern, zwischen verschiedenen Ausrichtungen der Homöopathie sowie zwischen Homöopathen und Apothekern. Gezeigt wird zudem, wo, wie und warum Homöopathie in Österreich im 19. Jahrhundert eingesetzt wurde, so etwa beim Militär, in Ordensspitälern oder in Strafanstalten. Nach einem anfänglichen Boom, verbunden mit vielen Versuchen zur Verankerung in der medizinischen Ausbildung, erfuhr die Homöopathie in Österreich mit Ende des 19. Jahrhunderts ihren Niedergang. Erst im Laufe des 20. Jahrhunderts nahm das Interesse wieder zu und gipfelte in der Einrichtung eines eigenen Diploms der Österreichischen Ärztekammer.
Medizinische Literatur des 16. und 17. Jahrhunderts in der Bibliothek des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftes St. Pölten
Des Propstes heilkundlicher Schatz. Medizinische Literatur des 16. und 17. Jahrhunderts in der Diözesanbibliothek St. Pölten