Enaiatollah war etwa zehn Jahre alt, als seine Mutter mit ihm Afghanistan verließ. Die Familie gehört der Volksgruppe „Hazara“ an. Und die sind nichts wert, meinten andere Leute. Für den Jungen begann die Flucht in ein besseres Leben. Ohne seine Familie. „Hast du meine Mutter gesehen?“, fragte ich. Der Mann sagte ohne aufzublicken: „Ja, ich habe sie gesehen.“ Ich war froh. „Wo ist sie hingegangen?“, wollte ich wissen. „Fort“, antwortete er. „Wohin fort? Und wann kommt sie wieder“, fragte ich. „Sie kommt nicht wieder“, sagte Onkel Rahim. Fabio Geda wurde 1972 in Turin (Italien) geboren. Er hat mehrere Bücher geschrieben. Bei einer Lesung lernte er Enaiatollah Akbari kennen. Der erzählte Geda seine Geschichte. So entstand dieses ergreifende Buch.
Sonja Markowski Orden de los libros (cronológico)



Andreas Egger war vier Jahre alt, als sein Leben in den Bergen begann. Seine Mutter war gestorben. Sein Onkel nahm den Jungen nur zur sich, weil er Geld mitgebracht hatte. Liebe kannte Egger keine, nur Schläge. Er wuchs heran zu einem ruhigen, aber kräftigen Mann. Die Geschichte handelt vom einfachen Leben dieses einfachen Mannes. Wie er hinnahm, was er nicht ändern konnte. Von seiner Liebe zu den Bergen. Und zur Frau, die ihm nur kurze Zeit ihre Liebe schenken konnte. Er schaute über den Hügel und schluchzte laut auf. Er kniete im Schnee und sah die Stelle, an der sein Haus gestanden hatte. „Marie! Marie!!“ Er rief ihren Namen in die Stille und wusste, dass keiner ihn hörte. Der Mond schien. Der Österreicher Robert Seethaler (geb. 1966) ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Romane „Der Trafikant“ (2012) und „Ein ganzes Leben“ (2014) wurden zu großen Publikumserfolgen.
A Second Wind
- 257 páginas
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He is unbearable, vain, proud, brutal, inconsistent, human. Without him, I would have rotted to death. Abdel looked after me without fail, like I was an infant. Attentive to the smallest detail, present during all my absences, he delivered me when I was a prisoner, protected me when I was weak. He made me laugh when I cried. He is my guardian devil.' As the descendent of two prominent, wealthy French families and Director of Pommery Champagnes, Philippe Pozzo di Borgo was not in the habit of asking for help. Then, in 1993, right on the heels of his beloved wife's diagnosis of a terminal illness, a paragliding accident left him a quadriplegic. He was 42 years old and unable to do anything - even feed himself - without help. Hidden behind the high walls of his Paris townhouse, Philippe found himself the modern equivalent of an 'untouchable' -- his total paralysis rendered him unable to reach out to others, and seemed to make others afraid to touch or acknowledge him. For the first time, he learned what it felt like to be marginalised. The only person who wasn't bothered by Philippe's condition was someone who had been an outsider his entire life - Abdel, the unemployed Algerian immigrant from the outskirts of society who would become Philippe's unlikely caretaker. In between dramas and jokes, he sustained Philippe's life for the next ten years.