Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin 2021 »Salam, hier schreibt Ali-Reza. Ich kannte ihre Mutter gut und verfüge über einen Brief, den ich Ihnen überreichen soll. Es ist wichtig. Für Sie mindestens so sehr wie für mich.« Ali Najjar glaubt, seine Vergangenheit weit hinter sich gelassen zu haben. Er ist längst in Deutschland angekommen, als Produktdesigner erfolgreich. Der Iran, Teheran, seine Familie sind für ihn eine fremde Welt. Dann erreicht ihn die Nachricht eines Unbekannten. Und alles, woran er bislang festgehalten hat, gerät ins Wanken. »Du trägst keine Schuld, und du trägst sie doch. Ich schätze, das heißt es, zu leben.« Eine der aufregendsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Über das Fremde in uns selbst und über die Verantwortung, die wir für andere haben. Vielfach preisgekrönte Autorin: zuletzt Debütpreis/Österreichischer Buchpreis.
Nava Ebrahimi Libros






Wer ich geworden wäre, wenn alles ganz anders gekommen wäre
Herkunft. Identität. Imagination
Eine ehrliche, tiefschürfende Auseinandersetzung mit Herkunft, Identität und Imagination. »Herkunft prägt unser Schreiben, weil sie die inneren Stimmen prägt, mit denen wir uns beim Schreiben permanent auseinandersetzen (müssen).« Nava Ebrahimi ist eine jener Autor*innen, bei der Interkulturalität sowohl in der Person als auch in ihrem Werk fest eingeschrieben ist. Anfang der 1980er Jahre flüchtete ihre Familie aus Iran nach Deutschland. Schon früh sah sich Nava Ebrahimi Fremdzuschreibungen ausgesetzt und musste ihren eigenen Weg finden. Im ersten Teil des Buches erkundet die Bachmann-Preisträgerin ihr Ich, ihre Wurzeln als Autorin und Mensch, gibt Einblicke, wie sich das Schreiben nach und nach in den Vordergrund drängte und unumgänglich für sie wurde. Sie zeigt, warum ihr das Dazwischen, das Uneindeutige, und das Lückenbefüllen dessen, was man nicht sieht, so wichtig sind. – In Teil zwei stehen das Schreiben, Sprache und die Form im Zentrum. Wie schwer ist es, die Ich-Perspektive zu verwenden? Wie vollzieht sich während des Schreibens langsam ein Abnabelungsprozess zwischen Figuren und Autorin? Wie wirkt sich das auf den Ton aus? Und was macht die Angst vor dem »Gehäutetwerden« mit ihr?
Einander
Ein Buch, das Generationen verbindet
Das ideale Geschenk, für ALLE, die wir lieben! Die Pandemie hat uns gelehrt, wie wertvoll echte Begegnungen sind und dass wir gewisse Dinge nicht aufschieben sollten – etwa Gespräche mit Menschen, die uns nahestehen und über die wir manchmal viel weniger wissen, als wir denken. Seien es Eltern, Großeltern, Kinder, Geschwister oder enge Freund*innen. Aus diesem Bedürfnis heraus haben die Illustratorin Sabine Presslauer und die Autorin Nava Ebrahimi »Einander« entwickelt. Ein Buch, das mit Fragen und Geschichten dazu verleitet, Erinnerungen auszugraben, Gemeinsames und Verborgenes zu entdecken. Als Wendebuch mit zwei Anfängen konzipiert, verläuft das Ausfüllen und Lesen wie ein Dialog, bei dem zwei Menschen aufeinander zugehen und sich in der Mitte treffen. »Einander« ist mehr als ein Buch, es ist ein Aufruf, ein Erlebnis – gemeinsame Zeit, an die wir uns jedes Mal erinnern, wenn wir das Buch aus dem Regal nehmen.
Sedici parole
- 336 páginas
- 12 horas de lectura
Dopo la morte della nonna, Mona decide di tornare in Iran per un ultimo saluto a quella donna testarda, orgogliosa, con la battuta sempre pronta - e spesso inappropriata - sulle labbra. Il Paese che trova è una terra ormai inafferrabile, in parte sconosciuta, da lasciare in fretta per tornare alla solita vita di Colonia con il lavoro da ghostwriter e le serate nei club musicali. Ma l'incontro con un vecchio amore e un viaggio a Bam - l'antica città che dopo un disastroso terremoto è solo il fantasma di ciò che era un tempo - cambia ogni cosa. Quella visita si trasforma in un confronto inatteso con le proprie origini e la storia di famiglia, con segreti di cui è sempre stata all'oscuro. Attraverso sedici parole, una per ogni capitolo del romanzo, Nava Ebrahimi ci conduce in un viaggio magico e poetico nel cuore di un Paese pieno di silenzi ed enigmi. Si muove tra infanzia ed età adulta, racconta un mondo di donne forti, misericordiose e talvolta crudeli, di uomini e sogni, di sconfitte e dignità, di fughe e amori nascosti.
Von der Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2021 Es gibt Wörter, die wir nicht kennen. Deren Bedeutung wir aber erahnen. Als hätten sie schon immer in uns gewohnt. Und manchmal wollen sie endlich ausgesprochen werden. Als ihre Großmutter stirbt, diese eigenwillige Frau, die stets einen unpassenden Witz auf den Lippen hatte, beschließt Mona, ein letztes Mal in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam, in jene Stadt, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört wurde. Die Fahrt wird für Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer Herkunft, über die so vieles im Ungewissen ist.
Und Federn überall
Der neue Roman der Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin - »Eine der aufregendsten Gegenwarts-Schriftstellerinnen in deutscher Sprache.« ORF -
- 288 páginas
- 11 horas de lectura
In einer deutschen Kleinstadt, wo der Winter nicht enden will, beginnt ein Montagmorgen, der alles verändert. In Lasseren, einem Ort, wo das Leben oft stillsteht, ist der Geflügelschlachthof Möllring der einzige Arbeitgeber. Sonia, eine alleinerziehende Mutter, hofft auf einen Job fernab vom Fließband. Die Ingenieurin Anna steht vor einem entscheidenden Testlauf für ein neues Automatisierungsverfahren, während Merkhausen, ein verlassener Ehemann, auf ein Date am Abend hinfiebert. Der geflüchtete Afghane Nassim, der in eine Beziehung mit der älteren Justyna verwickelt ist, glaubt, dass seine Gedichte die deutschen Beamten beeindrucken können. Roshi, eine deutsch-iranische Autorin, ist extra aus Köln angereist, um Nassims Gedichte zu übersetzen. Als ein rücksichtsloser Fahrradfahrer den Blindenstock eines sehbehinderten Mannes zerstört, wird Nassim durch die Hilfe eines lokalen Radiosenders nicht nur berühmt, sondern regt auch die Menschen an, sich ihrer eigenen Wahrheit zu stellen. Diese Geschichten von sechs Menschen verweben sich zu einem packenden Gesellschaftsroman, der die Frage aufwirft, wie viel Menschlichkeit wir in einer zunehmend harten Welt bewahren können.
