Franz Haider schildert Begegnungen mit prominenten Kunden in der Wiener Josefstadt von 1964 bis 2008. Er porträtiert Persönlichkeiten wie Curd Jürgens, Oskar Werner und Klaus Maria Brandauer und erzählt unterhaltsame Anekdoten, die einen Blick auf deren private Seiten jenseits von Bühne und Scheinwerfer werfen.
Ein Stück Geschichte von der alten Verkaufsform, wo die Waren den Kunden über den Ladentisch gereicht wurden. Der Autor erzählt vom Abschied der traditionellen Handelsform, schildert den Alltag, wie es damals in den 1960er Jahren im 8. Bezirk von Wien war. Auch die Veränderungen in vielen anderen Bereichen sind Thema des Buches. Man fühlt sich in eine inzwischen längst vergangene Zeit zurückversetzt. Für manchen mag es ein Zurückerinnern sein an einen Lebensabschnitt und eine Zeit der eigenen Jugend.
Franz Haider setzt mit seinen Erinnerungen und über 50 unveröffentlichten Fotos dem traditionsreichen Josefstädter Handel ein liebevolles Denkmal. Der beliebte Leiter der Meinl-Filiale in der Josefstädter Straße und profunde Kenner der Bezirksgeschichte führt auf eine nostalgische Zeitreise durch die Josefstadt von 1862 bis 1970. Der Leser wirft einen Blick in vertraute Geschäfte und trifft auf beliebte Händler und ihre Kundschaft.
Das Licht der Welt erblickt, stimmt in seinem Fall nur bedingt. Es war ein trüber nasskalter Tag, als Franz Haider in der knapp am "Eisernen Vorhang" gelegenen Weinstadt Retz in Niederösterreich zur Welt kam. Man schrieb März 1948. Der Krieg war noch keine drei Jahre zu Ende, und der Wiederaufbau des Landes war im Anfangsstadium. Die Jahre seiner Kindheit waren geprägt von ärmlichen Verhältnissen und Bescheidenheit. Trotzdem waren es glückliche Jahre, denn die Menschen hatten Empathie und gegenseitige Hilfe war selbstverständlich. Im Vergleich zur Gegenwart, wo sich da sehr vieles geändert hat. Das Buch beinhaltet Franz Haiders Lebensgeschichte und stellt teilweise auch die Zeiten gegenüber, mit der Frage: "War früher alles besser?", oder stimmt diese These überhaupt nicht?