Marcel Bauer Libros






Pioniere und Propheten
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Sie stehen nicht im Rampenlicht: Ihre Bühne ist ein Slumviertel in Manila und Kalkutta, eine Klinik im afrikanischen Busch oder auf einem fernöstlichen Kriegsschauplatz. Sie leven mit Parias auf dem "Dach der Welt", wühlen mit den Müllmenschen der ägyptischen Metrople in den Abfällen unserer Zivilisation. Und doch sind sie die Propheten einer neuen Zeit.Dieses Buch berrichtet über die wahren Pioniere unserer Epoche: Menschen, die die Liebe gegen den Hass setzen, die Sympathie gegen das Vorurteil, die die täglische Tat gegen hohle Worte stellen.Bilder und Berichte van 13 Missionaren, die auf vorgeschobenen Posten stehen, Männer und Frauen, die Partei für die Ärmsten nehmen, damit Gott wieder greifbar und gesprächig wird.
Die Geschichte von Joshua Rozenberg und seinem Plüschhasen Roro erzählt von der Flucht seiner Familie aus Polen während des Antisemitismus in den 30er Jahren. In Belgien überlebte Joshua als Pierre Thonnar den Zweiten Weltkrieg in einem kleinen Dorf, wo er und andere Kinder vor den Schrecken des Krieges geschützt wurden.
Schon viele Autoren haben sich bemüht, eine Lebensbeschreibung von Benno Bong zu verfassen. Doch dabei blieben viele Fragen offen, und es gab reichlich Unstimmigkeiten und Widersprüche. Darum habe ich, Asasiel, sein Schutzengel, der siebzig Jahre lang sein ständiger Begleiter war, beschlossen, seine Geschichte niederzuschreiben, so wie sie sich wirklich zugetragen hat. Bei den Pfadfindern erhielt Benno das Totem Wackerer Mäuserich, weil er vorwitzig, umtriebig und verlässlich wie eine Maus war. Der Sohn eines Schreiners stammte aus dem Vennland, einem Landstrich zwischen Eifel und Ardennen, der sich in den letzten Jahren zu einem kleinen Musterstaat mauserte. Schon in jungen Jahren hatte er die Vision, den alten Pilgerweg, der von Trier durch die Eifel nach Aachen und seinen Heiligtümern führte, neu zu beleben. Er wollte sich als Einsiedler im Hohen Venn niederlassen, um verirrten Pilgern den Weg durch das Moor zu weisen. Nachdem er dank einiger spektakulärer Aktionen auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde er vom Papst in Rom und von den Patriarchen in Konstantinopel und Moskau mit heiklen diplomatischen Missionen betraut, die ihn bis nach Afrika führten. Als Anerkennung für seine Dienste um Kirche und Ökumene erhielt er vom Aachener Domkapitel den Ehrentitel »Wächter des Domes«. Seine Bemühungen die Aachenfahrt neu zu beleben, scheiterten an den Umständen der Zeit und endeten tragisch.
Als Georg Werner auf dem elterlichen Speicher einen Nagelfetisch entdeckt, ahnt er nicht, dass in dessen gläsernem Brustkasten ein magisches Serum verborgen ist. Diese Figur stammt aus dem Nachlass seines Großvaters, einem ehemaligen Eisenbahner in der deutschen Kolonie Togo. Bald plagen Georg Albträume, die ihn dazu bringen, nach Afrika zu reisen. Als seine Frau Petra kein Lebenszeichen mehr von ihm erhält, beschließt sie, ihn in Togo zu suchen. Auf seinen Spuren taucht sie tief in die Welt des Voodoo ein, ohne zu wissen, dass Georg durch Schwarze Magie seine Identität gewechselt hat und zu einem „revenant“ geworden ist. Der Geist des ermordeten Voodoo-Priesters Papa Agazo hat sich seiner bemächtigt, nachdem dieser vom Diktator Togos umgebracht wurde. Als die Nachricht von Georgs Rückkehr die Runde macht, setzen die Schergen des Despoten Petra nach. Ihre Suche nach Georg wird zu einem Wettlauf auf Leben und Tod. Der Roman entfaltet sich wie ein Horrorfilm, in dem Geister und Dämonen die Regie führen. Voodoo, eine Naturreligion mit über 60 Millionen Anhängern weltweit, hat seine Wurzeln in einem Geheimkult aus Westafrika und vereint Elemente aus verschiedenen Glaubensrichtungen. Im Voodoo spielt der Donnergott Shango eine zentrale Rolle, als Ahnherr der Yoruba und mit seiner Doppelaxt als Attribut.
