From a historical perspective, the full academic establishment of Women’s and Gender Studies is a radical and far-reaching innovation. Decisive impulses have come from the United States, the European unification and globalization. European Women’s and Gender Studies are therefore intimately linked to the English language and Anglophone cultures, as the near untranslatability of «gender» shows. In this volume 25 experts present surveys for their countries with a historical and European contextualization and offer fundamental insights not only for English Studies but also various other disciplines.
Renate Haas Libros





The University of Strasbourg and the foundation of continental English studies
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The first regular chair of English Studies on the Continent was established in 1872 at the University of Strasbourg, re-founded by Germany after its victory of 1870-71. This institutionalisation, which decisively influenced the development of the discipline in Europe and beyond, can be explained by the general and academic history of the two countries and the special geopolitical situation of Alsace. La première chaire d’études anglaises continentales a été créée en 1872 à l’Université de Strasbourg, réinstallée par l’Allemagne après sa victoire de 1870-71. Cette création, qui allait marquer l’évolution de la discipline en Europe et au-delà, s’explique par l’histoire et les évolutions académiques des deux pays et la situation géopolitique particulière de l’Alsace. Der erste reguläre Anglistiklehrstuhl auf dem Kontinent wurde 1872 an der Universität Straßburg, die von Deutschland nach dem Sieg von 1870-71 wiederbegründet worden war, geschaffen. Diese Etablierung, die die Entwicklung der Disziplin in Europa und darüber hinaus prägte, erklärt sich aus der allgemeinen und Wissenschaftsgeschichte der beiden Länder und der besonderen geopolitischen Lage des Elsass.
Trotz der weitreichenden Bedeutung des Englischen und englischsprachigen Schrifttums unterschiedlichster Art wurden englische Studien in Deutschland erst sehr spät - Jahrzehnte nach der Germanistik und Romanistik - als eigenständige Wissenschaft etabliert. Paradoxerweise errangen sie diese Anerkennung als enge Philologie, die in großer Einseitigkeit auf die alte Literatur und speziell die ältesten Sprachstufen ausgerichtet war. Anhand zweier exemplarischer Vertreter untersucht die vorliegende Studie diese Entwicklung und ihre Gründe nicht nur eingehend im Kontext der Nachbardisziplinen, sondern im großen Rahmen der Allgemein-, Wissenschafts- und Bildungsgeschichte.
Die mittelenglischen Totenklagen, ein qualitativ wie quantitativ bedeutsames Genre, wurden bisher kaum beachtet. Vorliegende Arbeit geht von einem Totenklagetypus aus, den sie anhand des weiterentwickelten Modells der Einfachen Form expliziert, und untersucht die mittelenglischen Totenklagen in ihrem soziokulturellen Kontext; als konventionelle Form, die in einem komplexen, viele Jahrhunderte zurückreichenden Traditionszusammenhang steht; als dichterische Höhepunkte bei Chaucer und im «Morte Arthure»; sowie als wichtigen Einfluss auf die Literatur der frühen Neuzeit.