Musiktheater als Gesellschaftssatire
Die Offenbachiaden und ihr Kontext
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Peter Hawigs Buch hebt die „Offenbachiaden“ als spezifische Werkgruppe innerhalb des Gesamtwerks von Offenbach hervor und definiert deren wesentliche Aspekte. Es werden die Kennzeichen aller 13 Einzelwerke monographisch nachgewiesen, während der historische Rahmen, übergeordnete Diskursthemen und verschiedene Rezeptionsebenen dargestellt werden. Während nicht jedes Werk Offenbachs satirisch ist, sind die Offenbachiaden es. Der zugrunde liegende Satirebegriff umfasst die Verspottung und Entlarvung von Missständen, die eine bessere Gegenwelt aufscheinen lassen. Offenbach und seine Librettisten waren keine radikalen Ankläger, sondern Teil ihrer Gegenwart, was die Objekte ihrer Satire menschlicher erscheinen lässt. Um das Genre der „Offenbachiade“ zu umreißen, wird Kontrast als Methode verwendet. Im 5. Kapitel analysiert Anatol Stefan Riemer die Große romantische Oper „Die Rheinnixen“ anhand zahlreicher Notenbeispiele. Dieser analytische Exkurs trägt dazu bei, die Offenbachiaden im Kontext des Gesamtwerks zu verankern. Der Anhang bietet praktische Informationen für die Bühnenpraxis, einschließlich wesentlicher Fakten zu den einzelnen Stücken und bibliographischen sowie ikonographischen Hinweisen. Insgesamt ist ein Grundlagenwerk der Offenbach-Forschung entstanden, das als Nachschlagewerk für Wissenschaftler, Regisseure und Intendanten dient und gleichzeitig eine ansprechende Lektüre für Offenbach-Liebhaber bietet.
